AGIL aktuell


                                                                                                                                                    Home      


Die AGIL GmbH Leipzig bildet den 160. Qualitätsmanagement-Beauftragten (QMB) aus und beendet erfolgreich ihren 10. Lehrgang

Am 29. Juli 2010 war es soweit. Günther Fleck, Geschäftsführer der AGIL GmbH Leipzig, überreicht feierlich die TÜV-Zertifikate zum Qualitätsmanagement-Beauftragten an die 11 Teilnehmer des
10. Lehrgangs.
 

In 100 Unterrichtseinheiten wurden Elemente und Prinzipien eines modernen Qualitätsmanagement-systems, die erforderliche Qualitätsdokumentation, moderne, auf die präventive Qualitätssicherung ausgerichtete Qualitätstechniken und Prozess-orientierung behandelt. Methoden für die Risikoanalyse und die Risikovermeidung sowie moderne Führungstechniken wurden ausführlich erläutert. Das erarbeitete Wissen wurde in Gruppenarbeit anhand von Arbeitsbeispielen gefestigt. Jedes Unternehmen welches ein  Qualitätsmanagementsystem eingeführt hat oder die Absicht hat ein solches einzuführen

braucht einen ausgebildeten QM-Beauftragten. Deshalb ist die Ausbildung zum QM-Beauftragten arbeitsplatzerhaltend und schafft auf dem Arbeitsmarkt bessere Zugangsmöglichkeiten.

Auch für das Jahr 2011 können sich schon jetzt Interessenten für eine Ausbildung zum QM-Beauftragten anmelden. Ausbilder ist die AGIL GmbH Leipzig, Ausbildungsleiter Günther Fleck ist geprüfter QM-Beauftragter TÜV, QM-Fachauditor TÜV, QM-Fachingenieur TÜV,  QS-9000/ VDA-Trainer TÜV, Interner Systemauditor TS 16949:2002 und Mitglied im Prüfungsausschuss des TÜV Saarland-Seminare. Bei rechtzeitiger Beantragung ist eine Förderung durch die SAB möglich.


Sachsen mit neuer Innovationsprämie für kleine und mittlere Unternehmen
Innovationsprämien sollen kleine und mittlere Unternehmen an eine Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen heranführen. Die Förderung soll zusätzliche Potenziale für Forschung und Entwicklung (FuE) und Technologietransfer identifizieren und ausbauen. Sie soll die Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) steigern und so ihre Wettbewerbssituation verbessern. Die Richtlinie findet Anwendung in allen Wirtschaftszweigen – ausgeschlossen sind ausfuhrbezogene Tätigkeiten und Tätigkeiten im Rahmen der Primärerzeugung sowie der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, in der Fischerei und Aquakultur, im Steinkohlebergbau, in der Stahlindustrie, im Schiffbau und im Kunstfasersektor.
Innovationsprämien fördern die Inanspruchnahme externer FuE-Dienstleistungen für die Planung und Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen, bzw. die wesentliche Verbesserung bestehender Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen sowie die technische Unterstützung in der Umsetzungsphase.
Zuwendungsempfänger sind KMU der gewerblichen Wirtschaft, Handwerksbetriebe und Ingenieurdienstleister mit Sitz im Freistaat Sachsen sowie Existenzgründer, deren Unternehmensgründung spätestens zum Zeitpunkt der Abrechnung der Zuwendung im Freistaat Sachsen formal erfolgt sein muss.
Förderfähig sind FuE-Dienstleistungen von Hochschulen, außeruniversitären und außeruniversitären wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen sowie privatwirtschaftlichen Anbietern. Der Antragsteller kann nationale oder internationale Anbieter in Anspruch nehmen.
Nicht förderfähig sind FuE-Dienstleistungen von Anbietern mit eindeutigem Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich der Unternehmensberatung (über 50 Prozent des Geschäftsumsatzes). Von der Förderung sind weiterhin ausgeschlossen FuE-Dienstleistungen durch Betriebsangehörige oder durch ein unmittelbar oder mittelbar verbundenes Unternehmen des Antragstellers sowie Dienstleistungen, die Familienmitglieder des Antragstellers durchführen.
Im Antrag muss der Antragsteller die von ihm für eine Beauftragung vorgesehene FuE-Einrichtung angeben. Das Vorhaben muss in sich abgeschlossen sein.
Nicht zuwendungsfähig sind:
• Bereits vor Antragstellung begonnene Vorhaben
• Klassische Unternehmensberatungen und Unternehmenscoaching
• Outsourcing von FuE-Tätigkeiten, die bisher betriebsintern erfolgten
• Kauf von Maschinen, Geräten, Hard- oder Software
• Studentische und wissenschaftliche Arbeiten, die Gegenstand von Prüfungsleistungen sind, sowie studentische Projekte im Rahmen von Aus- und Weiterbildungseinheiten (Seminare, Kurse)
• Betriebsinterner Aufwand (z.B.: Personal-, Sach- und Reisekosten, Aufwendungen für Vertrieb und Werbung) sowie
• Gebühren und Beratungshonorare im Rahmen der Sicherung von Schutzrechten.
Die Zuwendung erfolgt im Rahmen einer Projektförderung als Anteilsfinanzierung und ist nicht rückzahlbar. Zuwendungsfähig können Ausgaben sein für:
a) externe wissenschaftliche Einstiegsarbeiten im Vorfeld der Entwicklung eines innovativen Produkts, einer Verfahrensinnovation oder einer innovativen Dienstleistung im Sinne von:
• Marktforschung (Technologie- und Marktrecherchen)
• Machbarkeitsstudien
• Werkstoffstudien
• Studien zur Fertigungstechnik
b) externe umsetzungsorientierte FuE-Tätigkeiten, wie:
• Konstruktionsleistungen
• Designleistungen
• Produkttests zur Qualitätssicherung und Umweltverträglichkeit
• Laborleistungen
• Zertifizierung
c) Investitionen in Verbindung mit Dienstleistungen nach Buchstabe b), das heißt
• Erwerb immaterieller Investitionen (Know-how und nicht patentiertes Fachwissen) sowie
• Erwerb von Prototypen, die nicht zur kommerziellen Nutzung bestimmt sind.
Während der dreijährigen Pilotphase kann der Antragsteller pro Kalenderjahr und Vorhaben eine Innovationsprämie beantragen.
Die Zuwendung beträgt pro Innovationsprämie
• Für Dienstleistungen nach a und b bis zu 50 Prozent
• Für Investitionen nach c
• Für mittlere Unternehmen gemäß KMU-Definition bis zu 40 Prozent
• Für kleine Unternehmen gemäß KMU-Definition bis zu 50 Prozent
der zuwendungsfähigen Ausgaben, insgesamt maximal 10 000 EUR.
Infos: www.sab.sachsen.de


Fördergelder für Patente und Gebrauchsmuster

AGIL GmbH Leipzig ist neuer SIGNO-Partner


SIGNO verfolgt das Ziel, die Innovationstätigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen zu
intensivieren, die Öffentlichkeit für das Wesen des Erfindungsprozesses zu sensibilisieren und das Wissen über Gewerbliche Schutzrechte und wissenschaftlich-technische Informationen zu verbreiten sowie die wirtschaftliche Vermarktung von Erfindungen zu forcieren.
Im gesamten Prozess zum gewerblichen Schutzrecht steht Ihnen seit 1. April 2010 die AGIL GmbH Leipzig als kompetenter Ansprechpartner und "Pate" über einen Zeitraum von 18 Monaten zur Seite. SIGNO-Leistungen sind u. a. Zuschüsse für die Kosten einer erstmaligen Sicherung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen durch Patente und Gebrauchsmuster (Patentaktion), sowie von Vorbereitungen für die Vermarktung einer Erfindung, wie Messebesuche, Prototypenbau, Marken- und Geschmacksmusteranmeldungen. So können Sie sich über den betrieblichen Wert einer Patentierung informieren und einen konkreten "Fahrplan" zu Ihrer individuellen Anmeldung erhalten.
Der Zuschuss pro Unternehmen beträgt max. 8.000 EUR
Antragsberechtigt sind Existenzgründer sowie Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern der gewerblichen Wirtschaft, der freien naturwissenschaftlich-technischen Berufe und der Landwirtschaft mit Geschäftssitz und Produktionsstätte in Deutschland.
Die KMU-Patentaktion wendet sich dabei an Neulinge, die bisher noch kein Patent angemeldet haben oder deren letzte Patentanmeldung mehr als fünf Jahre zurückliegt. Die entsprechenden Anträge können bei der AGIL GmbH Leipzig gestellt werden, die Sie während der gesamten Laufzeit der Förderung betreut.

Die hohe Qualität der von SIGNO geförderten Patentanmeldungen spiegelt sich in einer Erteilungsquote von über 80 Prozent wider, die damit deutlich über der durchschnittlichen Quote des Deutschen Patent- und Markenamtes liegt. Nicht zuletzt wird auch durch die bisherigen Teilnehmer die Maßnahme als sehr positiv bewertet: Die zügige Bewilligung, die unbürokratische fördertechnische Abwicklung sowie die kompetente Beratung durch die SIGNO-Partner werden dabei besonders oft hervorgehoben.
Bei Interesse an den Leistungen des SIGNO-Netzwerks stehen wir Ihnen gerne zur Seite - bitte sprechen Sie mit uns!

AGIL GmbH Leipzig
Dr. Susanne Ebitsch
Lessingstraße 2
04109 Leipzig

Tel. 0341 268 266 31
patent@agil-leipzig.de
 


NetUs – „Netzwerk Ultraschall“
Start der Phase 2 der ZIM-NEMO-Netzwerkförderung

Am 08.04.2010 fand in Magdeburg beim Netzwerkpartner ESA Patentverwertungsagentur Sachsen-Anhalt GmbH die Auftaktveranstaltung für die Phase 2 des Netzwerkprojekts NetUs „Netzwerk Ultraschall“ statt. Das seit Beginn des Jahres 2009 im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand - Netzwerke (ZIM-NEMO) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Projekt NetUs hat sich im ersten Jahr der Netzwerkförderung (Phase 1) durch vielfältige Aktivitäten eine stabile Arbeitsgrundlage geschaffen, die in den beiden Jahren 2010 und 2011 (Phase 2) gefestigt und ausgebaut werden soll.

Auf der Veranstaltung in Magdeburg wurden nach gemeinsamer Beratung wichtige Eckpunkte für die weitere Netzwerkarbeit fixiert. Dazu gehören inhaltlich vor allem die Definition von drei Innovationsfeldern, die die weitere Netzwerkarbeit bestimmen: Materialprüfung mit Ultraschall, Neue Materialien für Ultraschall sowie Messverfahren und Simulation mit den entsprechenden inhaltlichen Schwerpunkten. Zu nennen sind hier im Bereich der Materialprüfung Kunststoffprüfungen sowie neue Verfahren und Produkte zur Untersuchungen von Stählen. Das Innovationsfeld Neue Materialien umfasst bleifreie Piezomaterialien sowie neuartige Werkstoffe für Ultraschallwandler (Sensoren und Aktoren), die speziellen Anforderungen genügen. Schwerpunkte bei Messverfahren und Simulation sind die Erhöhung der Aussagekraft von Messungen und die Weiterentwicklung der Messmethodik durch Einbeziehung von geeigneten Simulationsverfahren sowie eine Erweiterung des Portfolios der Ultraschallmessverfahren, u.a. durch Maschinendiagnosesysteme auf Ultraschallbasis, durch die Kombination der Ultraschallmikroskopie mit anderen gängigen Messverfahren zur Fehleranalyse und durch Inline-Prozessüberwachung von flüssigen Systemen.

Im organisatorischen Teil wurden u.a. die Messeteilnahmen des Netzwerkes abgestimmt und die Interessengruppen geplant.

Ein wichtiger Messetermin des Netzwerkes war die Teilnahme an der Hannover Messe 2010 als Mitaussteller auf dem Sachsen-Anhalt Gemeinschaftsstand – Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau. Im Rahmen dieser Messe stellte Dr. Jens Lehmann das Netzwerk NetUs außerdem bei einem Erfahrungsaustausch auf dem Ausstellungsstand des BMWi vor.

Die ersten Interessengruppentreffen des Jahres 2010 fanden Ende April / Anfang Mai 2010 bei den Netzwerkpartnern Dr.-Ing. Veenker Ingenieurgesellschaft mbH in Leipzig (Rohrleitungen und Stahlbau), Institut für Automation und Kommunikation e.V. Magdeburg in Magdeburg (Gerätetechnik und Messverfahren) und Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Physik der Naturwissenschaftlichen Fakultät II in Halle statt. Sie dienten zum einen der Vorstellung der Möglichkeiten der jeweils gastgebenden Netzwerkpartner und zum anderen der weiteren Abstimmung der FuE-Projekte, die im Rahmen des Netzwerkes bereits aktiv betrieben werden oder sich in der Planungsphase befinden.

NetUs wird in enger Kooperation von Herrn Hartmut Sänger (tti) und Dr. Jens Lehmann (AGIL) gemanagt.

Internet: www.netus-netzwerk.de

Kontakt bei der AGIL GmbH Leipzig:
Dr. Jens Lehmann
Tel.: (0341) 268 266 25
Fax: (0341) 268 266 26
lehmann@agil-leipzig.de
 


AGIL erhält Zuschlag für neues NEMO „Netzwerk Biomedizinische Logistik“ (bm-log)

Im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) erhält die AGIL GmbH den Zuschlag für das Netzwerkmanagement eines NEMO-Netzwerks im Bereich der Logistikprozesse in der Medizintechnik und Biotechnologie. Der Förderzeitraum ist auf drei Jahre angelegt.

Die Gewährleistung effizienter Logistikprozesse stellt etwa bei der Lieferung, Lagerung und dem Versand von klinischem Probenmaterial wie Produkten des „Biomedical Engineering“ in Form von Zellgewebe oder Prüfpräparaten wie Medikamente und Medizinprodukte sowie Organtransplantaten eine besondere Herausforderung dar. Aufgrund der extremen Empfindlichkeit der hergestellten Materialien wie Präparaten oder Gewebeersatz besteht die Notwendigkeit zur Einhaltung strengster Qualitäts- und Reinheitsnormen bei der Anwendung der Produkte im bzw. am menschlichen Körper. Eine wichtige Rolle spielt vor allem die Einhaltung und permanente Überwachung bestimmter Temperaturverhältnisse in den Transportbehältnissen u.a. Umgebungsfaktoren über die gesamte Lieferkette hinweg

Das geplante Netzwerk stellt sich das Ziel, ein komplexes System logistischer Prozesse im Bereich der individualisierten, regenerativen und Biomedizin, welches Technik, Technologie, Organisation und Qualitätsstrategien umfasst, zu entwickeln und nachhaltig zu etablieren. Hierzu zählt die Schaffung von Systemen, Geräten und Einrichtungen einschließlich notwendiger Software für technische und technologische Logistiklösungen. Weiterhin ist geplant, mittels internationaler Kooperationsbeziehungen der Netzwerkmitglieder das zu entwickelnde Logistiksystem weit über die Grenzen Mitteldeutschlands hinaus bekannt zu machen und als Standard einzuführen.

Als Partner konnten neben dem global agierenden Logistikunternehmen World Courier auch mehrere KMU aus den Bereichen Biotechnologie und Medizintechnik sowie der Chemie- und Verpackungsbranche gewonnen werden. Weitere Forschungspartner sind das Transformationszentrum Regenerative Medizin an der Universität Leipzig, die HTWK Leipzig sowie die Handelshochschule in Leipzig.

Die verantwortlichen Netzwerkmanager Herr Dipl.-Chem. Jürgen Kleine und Herr Dipl.-Geogr. Tobias Espig (beide AGIL GmbH Leipzig) werden ihre Aktivitäten auf die Moderation des Netzwerkes, die Initiierung und Begleitung von gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten der Netzwerkpartner sowie die Transformation der Ergebnisse in marktfähige Produkte und Dienstleistungen fokussieren. Interessierte Unternehmer können die Netzwerkmanager und Mitgliedsunternehmen auf der offiziellen Auftaktveranstaltung des Netzwerkes bm-log am 10.02.2010 um 15.00 Uhr kennenlernen. Um vorherige Anmeldung Ihrer Teilnahme wird gebeten unter der Telefonnummer 0341-268266-13.   

Netzwerkmanager:
AGIL GmbH Leipzig
Herr Jürgen Kleine,        Tel.: 0341 – 268 266 19
Herr Tobias Espig,         Tel.: 0341 – 268 266 33

Sehen Sie dazu auch die aktuelle ZIM -NEWS


Neuer kostengünstiger Lehrgang zum Qualitätsmanagement-Beauftragten (QMB)

Ein neuer kostengünstiger Lehrgang zum QMB mit Zertifikat wird ab März 2010 angeboten. Er führt die Teilnehmer in die Qualitätsmanagementsysteme im Unternehmen, die Qualitätstechniken und die Zertifizierung ein. Ausbilder ist die AGIL GmbH Leipzig, die langjährige Erfahrungen in der Ausbildung von Qualitätsmanagement-Beauftragten und von internen Fachauditoren hat. Bei entsprechenden Voraussetzungen ist die Förderung durch die Sächsische Aufbaubank möglich.

Die Unterrichtseinheitenten finden nach Abstimmung mit den gemeldeten Lehrgangsteilnehmern statt.

Kontakt:
AGIL GmbH Leipzig
Bernd Scarbata
Tel.: 0341 – 268266-17 (Zentrale -0)
E-Mail: scarbata@agil-leipzig.de


 AGIL -Vertreter im Vorstand des DTI e.V.

Am 13. November 2009 fand in Berlin eine Mitgliederversammlung des in diesem Jahr neu gegründeten DTI e.V. (Deutscher Verband für Technologietransfer und Innovation) statt.
Neben einem Erfahrungsaustausch zum ZIM des BMWi standen die Themen steuerliche F&E-Förderung und Innovationsgutscheine im Mittelpunkt der Diskussion. Der Verband, der zurzeit 37 regionale Innovationsagenturen und -berater umfasst, versteht sich als Plattform für den Erfolgsaustausch seiner Mitglieder und nimmt Lobbyfunktionen gegenüber der Bundesregierung wahr. Zur Vorsitzenden wurde Steffi Groth, ATI Westmecklenburg, zu Stellvertretern Wolfgang Müller (Steinbeis-Transferzentrum Infothek) und Peter Wolfmeyer (ZENIT) gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Günther Fleck (AGIL Leipzig) und Dr. Harald Eifert (Innovationsstiftung Hamburg).

Weitere Informationen unter: www.dti-verband.de



                                                  


 

Standpunkt von VIU und DTI zur steuerlichen FuE-Förderung


Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP zur 17. Legislaturperiode enthält unter
Punkt 1.2 - Der Weg aus der Krise- folgende Zielsetzung:

Wir streben eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung an, die zusätzliche Forschungsimpulse insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen auslöst.

Dazu vertreten VIU und DTI folgenden Standpunkt:

Die steuerliche FuE-Förderung von KMU als Ergänzung einer sichergestellten FuE Projektförderung wird durch beide Innovationsverbände begrüßt. Wir unterstützen die Bundesregierung in ihrem Bestreben, damit zusätzliche Forschungsimpulse auszulösen.
Die parallele Umsetzung von steuerlicher und projektbezogener FuE-Förderung darf jedoch nicht zu Lasten der über Jahrzehnte erfolgreich in der Bundesrepublik etablierten FuE Projektförderung gehen.

Die Konsequenzen einer über Nacht ausschließlich auf steuerlichen Anreizen basierenden Innovationsförderung – sei es aufgrund haushaltspolitischer Zwänge oder einer grundsätzlichen Politikänderung – sind für deutsche KMU von existenzieller Bedeutung und werden die kleinen und mittleren Unternehmen, die insbesondere im Osten Deutschlands die Industrieforschungslandschaft prägen, sehr hart treffen.

Nach derzeitigem Diskussions- und Erkenntnisstand zur steuerlichen FuE-Förderung sind aus unserer Sicht insb. folgende Punkte im Vergleich mit dem funktionierenden Instrumentarium der FuE-Projektförderung kritisch zu diskutieren:

Bei der steuerlichen FuE-Förderung sind die FuE-Aufwendungen der KMU über deutlich
  längere Zeiträume durch diese mittels Eigen- u./o. Fremdkapital vorzufinanzieren.
  Bankenkrise und Basel II schränken die Verfügbarkeit von Fremdkapital stark ein.

Die steuerliche FuE-Förderung (z.B. 10% der FuE-Aufwendungen) stellt im Einzelfall eine signifikant 
  geringere Kostenentlastung für die KMU als die etablierte FuE Projektförderung in Aussicht.

Die Stabilitätsfaktoren der FuE-Projektförderung, Planbarkeit und Sicherheit der Zuschüsse aufgrund
  Projektvorprüfung und verbindlicher Mittelzusage, sind bei der steuerlichen FuE-Förderung komplett
  hinfällig.

Die steuerliche Bewertung und Anerkennung von FuE-Aufwendungen im Nachgang ist stets mit einem
  realen Ausfallrisiko verbunden. Der Zeitpunkt einer Nichtzuwendung würde zudem in die kapitalintensive
  Vermarktungsphase der Innovation fallen.

Die regional zuständigen Finanzbehörden müssen – entgegen gängiger Praxis – bei der Umsetzung der
   steuerlichen FuE-Förderung bundesweit gleich bewerten und entscheiden. Eine objektive Bewertung
   von FuE-Inhalten und zugehöriger Aufwendungen als Entscheidungsgrundlage für deren steuerliche
   Anerkennung kann nur durch sach- und fachgeschultes Personal erfolgen.

Dem Grundanliegen der FuE-Projektförderung, Innovationen zu stimulieren und zu fördern, steht bei der
  steuerlichen FuE-Förderung stets der haushaltspolitische Grundsatz des Fiskus, Steuerrefundierungen
  zu vermeiden, gegenüber.

Während die FuE-Projektförderung sehr dezidiert zur Schwerpunktsetzung in ausgewählten
  Technologien, Branchen, Unternehmensgruppen etc. verwendet werden kann, zeichnet sich die
  steuerliche FuE-Förderung primär durch ihre Breitenwirksamkeit aus. Letzteres kann im Rahmen der
  betrieblichen Steueroptimierung erhebliche Mitnahmeeffekte generieren und begünstigen.

Im Gegensatz zur gesetzlich geregelten Verfügbarkeit der steuerlichen FuE-Förderung können die  
   Budgets der FuE-Projektförderung stets durch haushaltspolitische Maßnahmen kontrolliert werden. Hier  
   sehen wir die große Gefahr, dass die steuerliche FuE-Förderung über Kurz oder Lang zu Lasten der   
   FuE-Projektförderung forciert wird, ohne dabei die Wirtschafts- und FuE-Spezifik des wiedervereinten
   Deutschlands hinreichend zu berücksichtigen.

Zur Ausgestaltung einer steuerlichen FuE-Förderung schlagen VIU und DTI die Einrichtung eines Expertenkreises aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vor. Wir sind bereit, in dieser Expertenrunde engagiert mitzuarbeiten, um unserer Verantwortung gegenüber dem innovativen Mittelstand sowie dem Innovationsstandort Deutschland gerecht zu werden.

Im gemeinsamen Dialog wollen wir faire, umsetzbare und finanzierbare Regeln einer steuerlichen FuE-Förderung erarbeiten, die nachhaltige Innovationsimpulse für die deutsche Wirtschaft schaffen und die Lissabonziele verwirklichen helfen.

gez. Prof. Dr. Hilmar Fuchs                                                          gez. Steffi Groth

Vorstandsvorsitzender VIU e.V.                                                  Vorstandsvorsitzende DTI e.V.

Berlin, 04.11.2009


Die EU erhöht bis zum 31.12.2010 die Schwelle für sog. „De-Minimis“-Beihilfen als eine Maßnahme zur Bewältigung der aktuellen Wirtschaftskrise. Der Höchsbetrag, den Unternehmen auf diese Weise notifizierungsfrei als Beihilfe erhalten können, beträgt dabei allerdings maximal (und nicht zusätzlich) 500.000 Euro. Die bislang geltende Schwelle für diese Beihilfen lag bei 200.000 Euro pro Unternehmen innerhalb eines Dreijahreszeitraums.

                                                                                                                                                                      Home


 

 

Patent-
informations-
zentrum
Leipzig