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Facility-Management -
ganzheitliche Dienstleistung
rund um die Immobilie
Die Zeiten, in denen es ausreichte, dass sich der
Hausbesitzer oder Hausverwalter allein mit der Vermietung, Betriebskostenabrechnung und
Instandhaltung der Immobilie befasste, sind vorbei.
Die Gebäudetechnik hat sich in den letzten Jahrzehnten in
technische Dimensionen entwickelt, die mit herkömmlichen Instandhaltungskonzepten nicht
mehr zu bewältigen sind. Die ständig wachsende Komplexität von Versorgungs- und
Kommunikationstechnik verlangt permanente Wartung und Weiterentwicklung. Mit der
wechselseitigen Vernetzung von technischen Systemen sind auch Inhalt und Niveau der
Instandsetzungsaufgaben gewachsen.
Die effiziente Bewirtschaftung eines Gebäudes besteht
nicht mehr in der reinen Verwaltung. Es ist eine ständige Aufgabe langfristig optimale
Betriebsabläufe und niedrige Betriebskosten zu sichern. Die Anforderungen an die
Beschaffenheit und die Nutzungsmöglichkeiten der |
gewerblichen
Immobilie sind höher als vor wenigen Jahrzehnten. Der Wert einer Immobilie wird heute
wesentlich von der Flexibilität der Nutzungsmöglichkeiten und der Modernität der
technischen Ausstattung bestimmt.
Hinzu kommt, das sich in der zweiten Hälfte der 90er Jahre der Markt in unserer Region
vom Vermieter- zum Mietermarkt gewandelt hat. Das Preis-Leistungsverhältnis wird auf der
Mieterseite immer wieder hinterfragt. Aufgrund des allgemeinen Kostendrucks sind die
Mieter heute schneller bereit, die Immobilie zu wechseln. Dies erfordert eine
offensive Vermarktungsstrategie seitens der Eigentümer bzw. deren Dienstleisters.
Viele Unternehmen der Region verfügen
inzwischen über eigene Gewerbeimmobilien. Deren Bewirtschaftung bindet Personal, das oft
dringender für das Kerngeschäft des Unternehmens selbst gebraucht wird. Hier lohnt es
sich die Einschaltung eines Dienstleistungsunternehmens zu prüfen.
Die Anforderungen der Eigentümer an Planung,
Bau und Betrieb einer Immobilie wachsen seit Jahren. Die Bauherren von heute wollen
kostengünstige, flexibel nutzbare und zugleich wirtschaftlich rentable Gebäude
erstellen. Auch hier sind wieder Spezialisten gefragt. Bereits bei der Planung einer
Immobilie werden die Weichen nicht nur für die Investitionskosten sondern auch für die
Betriebskosten gestellt. Das hat natürlich Einfluss auf die Vermietbarkeit und
Rentabilität der Immobilie. Bereits nach sieben Jahren sind die Kosten für die
Bewirtschaftung einer Liegenschaft im Allgemeinen genauso hoch wie die Investitionskosten.
Durch eine vorausschauende Planung kann die realisierbare Kostensenkung bis zu 30 %
betragen.
Das Instrument Facility-Management ist der
Schlüssel für effiziente, ganzheitliche Konzepte zum Planen, Errichten und
kostengünstigen Bewirtschaften von |
Gebäuden. Man versteht darunter
die Gesamtheit aller Leistungen zur optimalen Nutzung der betrieblichen Infrastruktur auf
der Grundlage einer ganzheitlichen Strategie, denn nur ein strategisches Management ist
unter heutigen Bedingungen in der Lage, den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes von der
Idee über die Planung, Errichtung, Nutzung, eventueller Umnutzung bis letztendlich hin
zum Abriss wirtschaftlich zu betreiben. In unserer
Region arbeiten inzwischen eine Reihe von Firmen, die Facility-Management betreiben.
Einige Firmen haben sich aus ehemaligen "Hausverwaltungen" entwickelt. Dazu war
es erforderlich sowohl das kaufmännische als auch das technische Personal weiterzubilden.
Die Industrie- und Handelskammer unterstützt diesen
Prozess, indem sie den Firmen Weiterbildungsangebote unterbreitet.
Im aktuellen Weiterbildungskatalog der IHK wird
berufsbegleitend die Ausbildung zum Immobilienfachwirt und zum Kaufmann/ -frau in
der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft angeboten. Darüber hinaus können auch
Zertifikatslehrgänge mit dem Abschluss "Facility Management Agent" belegt
werden. Seminare zum Erwerb des Grundlagenwissens der Immobilienverwaltung werden
ebenfalls angeboten.
Rita Sparschuh
Stellv. Hauptgeschäftsführerin und
Geschäftsführerin Handel,
Dienstleistungen, Verkehr
der IHK zu Leipzig |