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Produktionsgebäude zur Herstellung von
Melaminharz |
komplette
Strukturwandlung. Den Markt-erfordernissen angepasst wurde die
Phenol-Chemie verlassen und die Produktion auf Melaminharz und
Melaminformmassen umge-stellt. Das Werk Espenhain wurde zum
Melaminzentrum der Raschig GmbH. Über 17 Mio. € an
Investitionsmitteln zum Aufbau der Produktionsanlagen zur
Herstellung von Melaminharz und Melaminformmassen, zur
Neustrukturierung des Werkes, der inner-betrieblichen
Standortkonzentration wurden aufgewendet. Wir beschäftigen heute 90
Mitarbeiter/innen, davon 6 auszubildende Chemikanten und
Chemielaboranten. Diese Arbeitsplätze wurden in den letzten 10
Jahren neu geschaffen. Das Sortiment der Form-massen umfasst über
200 Produkte. Wir beliefern 260 Kunden in aller Welt. Der
Exportanteil beträgt ca. 70. Die Raschig GmbH hat sich mit den
Melaminformmassen zum Weltmarktführer entwickelt. Unsere Kunden
verarbeiten die Formmassen zu Formteilen für die Elektroindustrie,
z. B. Schalter, für die Haushaltsindustrie, z. B. Topfgriffe und für
die Automobilindustrie, z. B. Ascher. Unsere zweite Sparte befasst
sich mit der Herstellung von Füllkörpern (Raschig Ringe) und
Kolonneneinbauten für die Erdöl- und Chemische Industrie.
Anwendungs-gebiete sind Destillations- und Wasch-prozesse. Über 100
Kunden weltweit zählen zu unseren Partnern, welche auch die
Möglichkeit haben, die Leistungsfähigkeit von Füllkörpern, Einbauten
und Kolonnen an sogenannten Flüssigkeitsverteilerprüfständen zu
erproben. Unsere Arbeit ist durch ein ganzheitliches Management
geprägt. Die Prozesse unterliegen dem Qualitätsmanage-ment nach DIN
EN ISO 9001 : 2000; den Managementgrundsätzen entsprechend
EG-Verordnung Nr. 761: 2001 (EMAS II) und dem Umwelt- und
Sicherheitsmanagement nach DIN EN ISO 14001 und sind entsprechend
zertifiziert. Für unsere Produktions-, Instandhaltungs- und
Investitionsaufgaben sind zahlreiche Partnerschaften mit Unternehmen
des Kammerbezirkes entstanden. Wir sind ein Industriestandort, offen
für Ansiedlung und Kooperation.
Dr. Joachim Weisflog, Werkleiter
Raschig OmbH Werk Espenhain
Leipziger Straße 40, 04579 Espenhain
Telefon: (034206)58011
Fax: (034206)58016
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Das Werk Espenhain
der Raschig GmbH in Ludwigshafen/Rhein ist ein seit 6 Jahrzehnten
traditionsreicher und sehr leistungsfähiger Standort zur Produktion
von Kunstharzen und Formmassen. Produktionsgrundlage waren in den
Jahren 1944 bis 1996 Kondensations-produkte aus Phenol und
Formaldehyd, sogenannte Phenolharze. Der Standort Espenhain war
schon in den 40er Jahren mit den Aspekten kurze Transportwege,
Wandlung von Abfallprodukten in wert-volle Rohstoffe und hohe
Wirtschaftlich-keit interessant. Im Rahmen der Braunkohlenförderung
und -Veredlung gab es aus den Brunnen zur Ent-wässerung der Tagebaue
reichlich und kostengünstig Brauchwasser für die Che-mische
Produktion, aus der Verstromung
der Braunkohle vor Ort preiswerten Strom. Aus heutiger Sicht ein
regel-rechtes Highiith, war die Aufarbeitung des bei der
Braunkohlenveredlung entstehen-den Schwefelwassers mit einem Gehalt
von ca. 15 Naturphenolen. Diese Phenole zur sogenannten Rohsäure
(ca. 85 Phenol) aufkonzentriert, wurden im Werk
Espenhain, derfrüheren »PLASTA« zum Haupt- rohstoff Phenol
destilliert. Das |
Hauptsortiment waren
Phenolharze für dieHerstellung von Formmasse, ein rieselfähiges
Mahlgranulat. Dieses chemische Halbzeug, wieder auf-schmelzbar und
noch chemisch reaktiv, verarbeiten unsere Kunden damals und heute
nach dem Press- und Spritzverfahren zu irreversibel aus-gehärteten
Formteilen, den Durop-lasten. Das produzierte Harzsortiment umfasste
weiterhin
•Phenol- und Furanharze als
Gießereiform stoffe (Verfestigung des
Formsandes)
•Phenolharze zur Konditionierung von
Mineralwolle (Minderung der
Bruchneigung)
•Phenolharze für Schäume
(Isoliermaterialien,
Blumensteckmasse)
•Phenolharze zur Herstellung von
Laminaten (veredelte Möbelober-
flächen) u.a.
Im Jahre 1990 hat die Raschig GmbH das Werk Espenhain zurückgekauft,
1996 ging es in den Besitz des amerikanischen Industriellen Philip
E. Kamins (PMC) über. Das Werk Espenhain erfuhr ab 1992/93 eine
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