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   Wirtschaft und Wissenschaft

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   Transferbrief Leipzig
Hilfe für mit Polyurethan geschäumte Flachdächer

 

Obwohl mit Polyurethan geschäumte Flach-dächer nur einen Bruchteil der Dachland-schaft ausmachen, bereitet eine einwand-freie Sanierung große Schwierigkeiten. Ein Verbund aus Handwerkern, Ingenieuren und Industrie hat folgende Lösung entwickelt:
Seit Jahren bekannt und dennoch vernachlässigt: Polyurethan- geschäumte Flachdächer. Oftmals auf die vorhandene Dachhaut wellig gespritzt und mit einem silbernen Latex-Anstrich als Oberflä-chen -Schutz versehen. Dacheinbauteile und Dachdurchdringungen wurden nicht ausgebildet und gleich übergeschäumt.
Undicht gewordene PU-geschäumte Flachdächer zu sanieren erweist sich in der Praxis als äußerst prekär. Die Dachfläche muss sauber und eben begradigt werden. Auf diese begradigte Fläche sollte eine zusätzliche Wärmedämmung (aus Polystyrolplatten o.a.) erfolgen. Eine Tau-wasserberechnung ist zwingend notwendig. Die Neuabdichtung aus Kunststoffbahnen muss lagesicher und schnell verlegt werden können. Einbauteile, Lichtkuppeln und sonstige Dach-durchbrüche sind in die Neu-Dachhaut zu inte-grieren.
Um die Dachfläche sauber begradigen zu kön-nen, wird zur Zeit ein entsprechendes Schneide-gerät (s. Draufsicht) entwickelt. Die Fertigstellung und Erprobung erfolgt im ersten Halbjahr 2004. Entsprechende Versuchsreihen sind abgeschlos-sen. Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Darüber hinaus müssen neben der eigentlichen Begradigung aber noch andere Faktoren berück-sichtigt werden. Ziel sollte es sein, möglichst viel vorhandenen Polyurethandämmstoff zu erhalten. Deshalb schneidet das Gerät den Altbelag auf 5cm herunter. Eventuelle Feuchtbereiche werden

entsprechend behandelt oder diffundieren im Sommer ohnehin rasch aus. Somit steht einer zusätzlichen Dämmschicht nichts im Wege. Diese könnte natürlich auch unterhalb der Geschossdecke nachträglich verlegt werden.
Die Dachhaut sollte aus einer hochpolymeren Kunststoffbahn bestehen. Diese muss lagesicher sein. Bei Gebäuden in exponierten Lagen muss hierüber ein Einzelnachweis erfolgen. Bewährt haben sich in der Praxis vor allem Dachbahnen aus Polyisobutylen (PIB), die im KLETTSYSTEM verlegt werden können. Andere Lösungen sind denkbar. Die Flach-dachrichtlinien sind technische Grundlage einer ordnungsgemäßen Sanierung. Kassetten-dächeraus Spannbeton sind für mechanische Befestigungssysteme im Einzelfall zu prüfen und können die Beistellung eines Statikers fordern. Das Umwelt- und Transferzentrum der HWK zu Leipzig steht diesem Projekt beratend zur Seite.
 

WERTHEIM CREATIV
Dipl.-Ing. H. Wilhelmus
Pfeffinger Straße 24
04277 Leipzig

FDT- Flachdachtechno-logie
Dipl.-Ing. Gerd Pabst
Eisenbahnstraße 6-8
68199 Mannheim

Sommerlad & Partner
Dipl.-Ing. A.Strütt
Funkenburgstraße 11
04105 Leipzig
Telefon: (0177) 8969066
Fax: (0341)4422008

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