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Die Gründung eines
Verlages wird immer mit der Hoffnung begleitet sein, besondere
Bücher herausgeben zu können. Nicht immer erfüllt sich dies, denn
das Interesse der Leser ist nur bedingt voraussehbar und auch die zu
erwartenden wirtschaftlichen Probleme sind kaum kalkulierbar. Um so
erfreulicher ist es, dass sich unser Verlag, der sich von Beginn an
auf Bücher zur Kulturgeschichte und Medizin konzentrierte, im 10.
Jahr nach der Gründung befindet und auf eine Reihe interessanter
Ver- öffentlichungen zurückblicken kann, die im In- und Ausland eine
gute Resonanz fanden. Möglich wurde dies aus mehreren Gründen: Bei
den Büchern, wie der Reihe zu Kulturhistorischen Zinnfiguren, die am
Beginn standen, ebenso bei den Veröffentlichungen zur Naturheilkunde
und Homöopathie, handelte es sich um spezielle Sach- oder Fachbücher
mit wissenschaftlichem und künstlerischem Anspruch. Dafür gelang es,
Autoren nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Großbritannien,
der Schweiz, Österreich und Indien für den
Verlag zu gewinnen. |

Eine Auswahl des Verlages
Auf eine solide und experimentelle
Gestal-tung der Bücher wird besonderer Wert gelegt, und sie erfolgt
in Zusammenarbeit mit jungen Grafikern und Buchgestaltern.
Neuerscheinungen des Verlages zur Buchmesse im März 2006 in Leipzig:
Kulturgeschichte: Reihe zur Geschichte des Goldes in Thüringen: »Bei
den Goldsuchern«, »475 Jahre freie Bergstadt Steinheid« und »Sagen,
Mythen und Geschichten vom Gold«»Husaren und Grimma - Eine
Kulturgeschichte«.
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Naturheilkunde: »Die
milde Macht ist groß« - Erste Biographie Constantin Herings, des
»Vaters der Homöopathie in Amerika«, geboren 1800 in Oschatz/
Sachsen, gestorben 1880 in Philadelphia/USA, »Heilung Borreli
osekranker mit Homöopathie« -jetzt in 3. Auflage Büchermachen ist
eine der schönsten, aber auch anstren-gendsten Tätigkeiten. Grund
genug, zufrieden auf die zurückgelegten 10 Jahre und optimistisch
auf die vor uns liegende Zeit zu blicken. Vor allem hoffen wir
darauf, auch weiterhin engagierte Autoren und Gestalter für unser
Verlagsprogramm zu interessieren.
Dr. Egon Krannich
Edition Krannich/Verlag für
Kulturgeschichte und Medizin
Schloßgasse 4, 04668 Grimma
Telefon und Fax: (03437) 91 5872
e-mail: edition-krannich@gmx. de
Internet: www.edition-krannich.de |
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Seit über hundert
Jahren sieht die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig [DZB]
ihre Aufgabe darin, Literatur und Informatio- nen in blinden- und
sehbehinderten-gerechter Form zu erstellen und anzubieten.
Bereits 1894 wurde sie als »Verein zur Beschaffung von
Hochdruckschriften und Arbeitsgelegenheit für Blinde« gegründet. Die
DZB ist damit die älteste öffentliche Leihbücherei für Blinde in
Deutschland. Rasch entwickelte sie sich zu einem Institut mit bestem
Ruf, den sie auch trotz schwerer Krisen in den 1920er und 1930er
Jahren des vorigen Jahrhunderts nicht verlor. Die Bücherei, bis zum
Zweiten Weltkrieg im Graphischen Viertel Leipzigs, wurde durch einen
Bombenangriff im Dezember 1943 völlig zerstört. Nach 1945ging der
Wiederaufbau zügig voran, vor
Aufgeschlagenes Buch mit Blindenschrift
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allem nach dem
Umzug in das Gebäude der ehemaligen Höheren Israelitischen Schule
1954. Heute ist die DZB eine wichtige Einrichtung des Freistaates
Sachsen. Nutzergruppen sind allerdings nicht nur regional sondern
auch international zu finden.
Die DZB vereinigt Produktion, Verlag und Bibliothek unter einem
Dach. Hier werden seit Gründung Punktschriftbücher und seit 1956
Hörbücher angeboten. 1950 fertigten Mitarbeiter erstmals
Reliefbücher für die Schule und es wurde Tradition, den Unterricht
blinder Kinder mit Lehrmaterial zu unterstützen. Hinzu kommen
tastbare Reliefs als Atlanten und Stadtpläne oder auch als
Illustrationen sowie als Kalender und Glückwunschkarten. Die
Hörbücherei hält zur kostenfreien Ausleihe mehr als 11000 Titel
bereit, der Verlag bietet überdies ein Repertoire von siebzehn
Hörzeitschriften an. Ferner stehen rund 16500 Titel aus allen
Literaturbereichen in Blindenschrift zur Auswahl. Literatur rund um
das Blindenwesen ist in der Wissenschaftlichen Bibliothek für
jedermann erhältlich.Den Anforderungen entsprechend, spielen der
allgemein barrierefreie Zugang zu Literatur und
Infor- |
mationen,
Internetangebote, digitale Hörbücher, aber auch die Gewinnung eines
jungen Lesepublikums eine große Rolle in der DZB. Traditionelle
Angebote mit neuen Ideen und kundennahem Service zu verbinden, das
ist und bleibt Anliegen der DZB.
Auch sehende Menschen werden in Veranstaltungen für diese Thematik
interessiert und sensibilisiert. Angeboten werden Führungen durch
die Produktions- und Servicebereiche des Hauses. Die Übertragung in
Blindenschrift, das Handwerk der Buchdruckkunst, der
Reliefher-stellung wie auch die Arbeit im Tonstudio werden gezeigt.
Christiane Felsmann
PR-Referentin
Deutsche Zentralbücherei
für Blinde zu Leipzig [DZB]
Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Telefon: (0341)7113-0
Fax: (0341) 711 3125
e-mail: info@dzb.de
Internet: www.dzb.de |