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   Wirtschaft und Wissenschaft

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   Transferbrief Leipzig
 
 

den Unternehmen ist es nicht einfach, einen Finanzpartner zu finden. Nur ein Bruchteil der bei den VC-Gesellschaften eingehenden Geschäftsideen werden finanziert. Deshalb gilt es, bereits im Vorfeld das Vorhaben so zu konzipieren, dass es den Vorstellungen der Kapitalge- ber entspricht. Das Steinbeis Transfer-zentrum kann hierbei mit seiner Erfah-rung und seinem Kontakt Netzwerk wertvolle Hilfe leisten. Aus- gründungen aus Hochschulen und Forschungs-einrichtungen sind prädestiniert für eine Frühphasenförderung, aber auch andere Gründer mit einer technologieorientierten, Erfolg versprechenden Idee haben gute Chancen, in den Genuss dieser Fördermittel zu kommen. Mit Unter-stützung durch das Steinbeis-Trans- ferzentrum TIB als sog. Betreuungs-investor, der als Mentor eine branchen- und managementbezogene Unter-stützung leistet, wird das geförderte

 Unternehmen venture-capital-fähig ge-macht. Damit erlangt man eine wesent-liche Voraussetzung für das an-schließende BTU-Programm: Die BTU Frühphase ist eine Vorstufe zum BTU Programm, bei dem sich die tbg zusammen mit einem Koinvestor, dem sog. Leadinvestor, engagiert. Die tbg beteiligt sich hierbei im Einzelfall mit bis zu 1,5 Mio. EUR. Die Vorteile der Zusammenarbeit mit dem Steinbeis Transferzentrum TIB sind insbesondere darin zu sehen, dass von Anfang an Eigenkapital mit Management-Know-how verbunden wird. Darüber hinaus erhalten die Unternehmer Zugang zu dem Steinbeis-Netzwerk, so dass eine Anschlussfinanzierung erleichtert wird. Die Antragstellung über eine Institution wie das Steinbeis-Transferzentrum TIB ist in den Förderrichtlinien vorge-schrieben. Den Gründern entstehen dadurch jedoch keine Kosten. Das

Steinbeis Transferzentrum TIB betreut die Gründer vor, während und nach der Antragstellung. Bleibt zu hoffen, dass sich vermehrt innovative Unternehmensgründer den Weg durch den Förderdschungel bahnen und mit einer Frühphasenförderung gestärkt an den Start gehen. Interessenten können sich direkt mit dem Steinbeis Transferzentrum TIB in Mannheim unter Tel. 0621/83375-0 oder in Leipzig unter 0341/4912400 in Verbindung setzen.





Michael Hanf
Steinbeis- Transferzentrum
Am Victoria-Turm 2, 68163 Mannheim
Telefon: (0621)8337512
Fax: (0621)8337522
e-mail: hanf@steinbeis-tib. de


Erster funktioneller Autoimmunantikörper-Biosensor


Immunhistochemische Charakterisierung desKardiomyozytenmodells für die Ankopplung an den Multielektrodenarray.

Neuste Untersuchungsergebnisse zei-gen, dass das Auftreten von Autoimmun-antikörper gegen den Angiotensin II AT-1-Rezeptor im Zusammenhang mit Transplantatabstoßungen und dem Auf-treten der Präeklampsie (Schwan-gerschaftsbluthochdruck) steht. Es ist bekannt, dass Transplantatabstoßungs-reaktionen unter anderem auf eine Antikörpervermittelte Autoimmunreaktion zurückzuführen sind. Für eine erfolg-reiche Organtransplantation ist es notwendig, dass das Spenderorgan histologisch möglichst weitgehend mit dem Empfängergewebe übereinstimmt. Diese Übereinstimmung wird durch das HLA System (human leucocyte antigen) bestimmt. Trotz einer weitgehenden HLA Übereinstimmung wird jedoch in der Klinik in 10-15% der Transplantationen eine Abstoßungsreaktion gegen das transplantierte Organ beobachtet. Auch


Multielektrodenarray fürdas funktionelle Monitoring der Herzmuskelzellkontraktionen.


das Auftreten der Präeklampsie ist immer mit dem Auftreten von AT1-Auto-immunantikörper verbunden. Der früh-zeitige Nachweis der Autoimmunanti-körper zu Beginn der Schwangerschaft wäre verbunden mit einem frühzeitigen Therapiebeginn, so dass keine Schädi-gung des Fötus mehr auftreten würde. Die Einführung eines Nachweissystems von AT1-Auto Antikörpern kann somit die Diagnostik der Präeklampsie und die Transplan-tationsmedizin nachhaltig ver-ändern, und im klinischen Bereich zur schnelleren und besseren Therapierung führen. Am Biotechnologisch Biomedi-zinischen Zentrum der Universität Leipzig wurde in der Professur für Molekularbiologisch-biochemische Pro-zesstechnik unter Leitung von Prof. Dr. Andrea A. Robitzki für das funktionelle Biomonitoring krankheits- relevanter Faktoren in humanem Probenmaterial,

gemeinsam mit dem Industriepartner Celltrend GmbH in Luckenwalde, ein erster Kardiomyocyten basierter Biochip als Diagnostikmodul für den Angiotensin 11 AT1-Autoimmunantikörper entwickelt und erprobt. Das Prinzip des Messverfahrens liegt in der Online- und Echtzeit Detektion der Herzmuskelzellkontraktion und Arrhythmie durch eine Multielektro denanordnung im Array. Die Frequenz der Motilität neonataler Kardiomyozyten dient als Funktionsnachweis der Autoimmun-antikörperreaktion mit dem Angiotensin II AT-1-Rezeptor im Zellmodell. Erste Demon-stratoren sind in der Erprobung, um für einen klinischen Routineeinsatz ein sensitives, kostengünstiges und hochauf-lösendes Prädiagnostiksystem zu vali-dieren.






Prof. Dr. Andrea A. Robitzki
Universität Leipzig
Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum Professur für Molekularbiologisch-biochemische Prozesstechnik
Deutscher Platz 5, 04103 Leipzig
Telefon: (0341)973124-1
Fax:      (0341)9731249
e-mail: andrea.robitzki@bbz. uni-leipzig. de

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