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   Wirtschaft und Wissenschaft

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   Transferbrief Leipzig
 


Messwerte für Temperatur- und Feuchteverlauf in einem Raum in Abhängigkeit von der Tageszeit. Intervallartiger bedarfsgerechter Betrieb

extremem Nutzerverhalten oder bei starkem Frost? Viele sich aus der Praxis ergebende Problemstellungen sind über eine intelligente Regelung gelöst worden. Inzwischen ist die Energiebank im Rahmen der bauaufsichtlichen Zulassung eingehend beim TÜV Süd in München geprüft worden. Dabei konnten die von der HTWK er mittelten Messergebnisse bestätigt werden. Im Rahmen der Verleihung des Innovationspreises der Stadt Leipzig am 5. Dezember 2002 wurde das gemeinsam entwickelte Energiebank-Lüftungssystem zwei Sonderpreisen prämiert. Beide Kooperationspartner erhielten sowohl den Sonderpreis der IHK Leipzig in der Kategorie »Spitzentechnologie mit Zukunft« als auch den Anerkennungspreis der Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer in der Kategorie »Unternehmer sucht Professor- Erfolgreichster Technologietransfer zwi-schen Wissenschaft und Wirtschaft«. Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee und IHK-Präsident Wolfgang Topf überreichten die Preise an Prof. Dr. Rainer Agsten vom Fachbereich Maschinen- und Energietechnik der HTWK und an Bernd Mühling, Geschäftsführer der MIP. In seiner Laudatio hob Wolfgang Topf hervor, dass die »Energiebank« in Leipzig entwickelt worden sei und im Landkreis Leipzig produziert werde. »Die MIP Mittelstands projekt GmbH und die HTWK haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie Unternehmertum und Wissenschaft erfolgreich gepaart und ein gesundes Kind zur Welt gebracht werden kann«, beschrieb der Präsident den Weg zum doppelten Erfolg. Inzwischen ist mit der Produktion des Lüftungsgerätes begonnen worden. Bereits 2003 konnte eine Vertriebskooperation mit AEREX Haus-technik, einem Tochterunternehmen des bekannten deutschen Lüftungs-technikherstellers Maico, geschlossen werden, in deren Rahmen AEREX den kompletten bundesweiten Vertrieb realisiert. Desweiteren bestehen bereits Vertriebsvereinbarungen für den Ost- und westeuropäischen Raum.

Dipl.-Ing. Volker Klinkert
MIP GmbH Leipzig
Bitterfelder Straße 7-9
04129 Leipzig
Telefon: (0341)904830
Fax: (0341)9048350
e-mail: klinkert@mittelstand-leipzig. de

nischen Kern (Lüfter, Wärmetauscher) beinhaltet, in das Grundmodul eingeschoben. Das Gerät arbeitet dann automatisch. Dabei schaltet sich die Energiebank aller 20 Minuten selbstständig ein, misst dann für ca. 3 Minuten die relative Luftfeuchte und entscheidet danach anhand eines definierten Sollwertes, ob gelüftet werden muss oder nicht. (Automatikbetrieb). Der Lüftungsvorgang dauert genau so lange, bis der Sollwert wieder unterschritten ist. Im Normalbetrieb arbeitet das Gerät fast geräuschlos und lässt sich deswegen auch in Schlafräumen (Permanentbetrieb) einsetzen. Ein so genannter Maximal-oder Intensivbetrieb - bei sehr hohen Feuchtebelastungen - zum Beispiel nach dem Duschen, lässt sich auch von Hand einstellen. Der definierte Feuchtewert für das Auslösen des Lüftungsvorganges ist nicht konstant, sondern von der Außentemperatur abhängig: Im Sommer wird nach dem Kriterium Lufthygiene gelüftet, im Winter ist das Hauptkriterium Schimmelpilzvermeidung. Der eingesetzte Wärmeübertrager ist ebenfalls eine Eigenentwicklung von MIP und HTWK. Zum einen wurde eine sehr geringe Bauhöhe (insgesamt sichtbarer Teil <100 mm) angestrebt, zum anderen hat der selbst entwickelte Wärme-tauscher sehr gute Wärmeübergangs-eigenschaften und kann darüber hinaus zu einem akzeptablen Preis gefertigt werden.
Der nachträgliche Einbau beispielsweise

bei Sanierungen kann raumweise erfolgen, selbstfrisch gedämmte Außen-wände stellen kein  kein Problem dar.

Akzeptable Kosten
Im Vergleich mit herkömmlichen zentralen Lüftungssystemen schneidet das Gerät Energiebank gut ab: Es soll nur rund die Hälfte vergleichbarer Lösungen kosten. Technische Messreihen, die die Wirksamkeit des Gerätes belegen, liegen bei den Entwicklern in Leipzig. Über ein Jahr lang wurde in den Laboren der HTWK Leipzig ein Monitoring des Lüftungsbetriebes durchgeführt. Alle Ergebnisse sind dokumentiert worden. Dabei wurden neben der Ermittlung von Luftmengen, Raumdurchströmung und Schallemissionen auch unterschiedliche Einsatzfälle simuliert. Was passiert beistarkem Luftdruck von außen oder bei

Die Entwicklung erhielt den Innovationspreis der Stadt Leipzig. Von links: Geschäftsführer Bernd Mühling, Entwicklungsingenieur Volker Klinkert (beide MIP GmbH), Prof. Dr.-Ing. Rainer Agsten (HTWK Leipzig

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