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   Wirtschaft und Wissenschaft

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   Transferbrief Leipzig
Modellprojekt
Unternehmensgewinn durch betriebliche Gesundheitspolitik


Projektvorstellungaud der internationalen Handwerksmesse München 2005
 

• Zentrum für Umwelt und
  Arbeitssicherheit der
  Handwerkskammer Koblenz (ZUA)

Projektförderung und fachliche Begleitung:
• Bundesministerium für Wirtschaft und
  Arbeit www.bmwa.bund.de
• Bundesanstalt für Arbeitsschutz und 
  Arbeitsmedizin www.baua.de
Innerhalb des Gesamtprojektes befasst sich die Handwerkskammer mit dem Teilprojekt:

Modelllösungen für das Tischler- und
Schornsteinfegerhandwerk

Beide Gewerke sind tagtäglich erheb-lichen Gesundheitsgefährdungen ausge-setzt. Die Folge sind insbesondere Verletzungen und Vergiftungen sowie Muskel- und Skeletterkrankungen. Der Anteil der Arbeitsunfälle, gemessen an den krankheitsbedingten Fehltagen, war deutlich höher als der Durchschnitt anderer Berufsgruppen innerhalb der Innungskrankenkasse Sachsen. Deshalb ist es das Ziel des Teilprojektes, durch präventive Maßnahmen arbeitsbedingten Erkrankungen und Gesundheitsgefähr-dungen vorzubeugen. Dazu ist es notwendig, Methoden zu entwickeln, um eine entsprechende Kompetenz bei der Problemlösung auf allen Verantwortungs-ebenen zu erlangen. Branchens-pezifische Modelllösungen sollen die Um-setzung von integrierten Arbeits- und Gesundheitsschutzkonzepten im Betrieb erleichtern. Das Projekt umfasst folgende
Schwerpunkte: Bestandsaufnahme in Form von Gesprächen und Fragebögen, Gewinnung von Modellbetrieben, Durch-führung von Fallstudien, Erarbeitung von Modelllösungen, Aufzeigen von präven-tiven Gesundheitsmaßnahmen und Erarbeitung von Strategien zur Umset-zung, Realisierung der Modelllösungen, Coaching der Modellbetriebe und Auswahl des »Besten Unternehmens«. Als Ergebnis des Projektes werden branchenspezifische Handbücher mit CD-Rom sowie Leitfäden mit Best-Practice-Beispielen entstehen.

Christiane Hoffmann
Rainer Hauk
Umwelt- und Transferzentrum
Thomas-Müntzer-Gasse 4 b
04687 Trebsen
Telefon: (034383)61225
Fax: (034383) 61220
www. h wk- leipzig. de
www.ubeg.net

Gewinn durch Prävention
Das Modellvorhaben »Unternehmensge-winn durch betriebliche Gesundheitspoli- tik«  fokussiert auf die Gesundheitspolitik und deren wachsende Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Der Unternehmensgewinn kann wesent-lich gesteigert werden, wenn die Moti-vation der Mitarbeiter erhöht und deren Fehlzeiten reduziert werden. Die Gründe hierfür liegen nicht nur in Unfallzahlen und arbeitsbedingten Erkrankungen, sondern in den gewachsenen Anforderun-gen, der Komplexität der Aufgaben und dem zeitlichen Einsatz am Arbeitsplatz. Hiervon sind nicht nur die Mitarbeiter betroffen, auch die Chefs selbst werden zu Betroffenen. Gerade für klein- und mittelständisch geprägte Wirtschaftsbe-reiche mit ihrer starken Abhängigkeit von der Ressource Arbeitskraft hat somit die Investition in eine betriebliche Gesund-heitspolitik eine sehr große Bedeutung. In der Baubranche ist aufgrund des Gefährdungspotentials sowohl aus der Gewerkeausübung als auch aus der beruflichen Belastung durch Zeitdruck sowie der Abhängigkeit von Witterungs-einflüssen ein besonderer Handlungs-bedarf gegeben. Für die Zukunft müssen innovative Handlungshilfen für die Unter-nehmensführung im Handwerk und deren Mitarbeiter entwickelt, erprobt und umge-setzt werden, um eine nachhaltige Gesundheitspolitik zu erreichen.

Ziel: Gesunde Menschen - Gesundes Handwerk
In einem Verbund von vier Partnern aus der Forschung und den Handwerks-kammern, koordiniert durch die Hand-werkskammer Koblenz, werden modell-haft praxistaugliche Lösungen entwickelt und aufgezeigt, um diese dauerhaft in den Unternehmen zu verwirklichen. Es soll erreicht werden,
• dass bei Unternehmen die Bereitschaft
  gefördert wird, sich mit dem Thema
  Gesundheitspolitik zu beschäftigen,
• dass leicht zu handhabende 
  Handlungshilfen
  bereit stehen, die das benötigte Wissen
  schnell vermitteln können,
• dass leitfadenbasierende Coachings in 
  der Praxis durchgeführt werden und
  kleinen Unternehmen bei der Realisie-
  rung der betriebseigenen Gesundheits-
  politik helfen,
• dass erfolgreiche »Best-Practice«-Unte-
  rnehmen dieses Modellprojektes als
  Multiplikatoren wirken.

Die Verbundpartner des Projektes sind:
• Institut für angewandte lnnovationsfor-
  schung e.V., Bochum
• Institut für Arbeitssystemgestaltung und
  Personalmanagement (IAP) Hochschule
  Niederrhein, Mönchengladbach
• Umwelt- und Transferzentrum der Hand-
   werkskammer zu Leipzig (UTZ)
 

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