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   Wirtschaft und Wissenschaft

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   Transferbrief Leipzig
 
 



Screening an komplexen biologischen Systemen. Wirkstofftransport,  -pene-tration und -Wirkung können somit ultraschnell, in Echtzeit und hoher Sensitivität durchgeführt werden. Individuelle biohybride Systeme oder Gewebemodelle werden bezüglich der Anforderungen und des Einsatzes generiert.
Die Technologie (Rotationsplattformen) wird auch für die Stammzellkultivierung eingesetzt. Mathematische Modelle für die Reaggregation von dispergierten, embryonalen Netzhautzellen werden erstellt, um den Vorgang der Aggregation und der Stratifizierung verstehen und erklären zu können. Genmodifizierte z.B. »gene knock down« Retinae werden erzeugt und auf molekularer Ebene analysiert.
 

Life Time Imaging:
Konfikale Laserscanning
Mikroskopie / Multiphoto-
nenmikroskopie an leben-
den Zellen (im Aufbau)
Professur für Molekulare Zelltherapie-
Prof. Dr. Peter Seibel
Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Entwicklung von genetischen Vektoren zur zielgerichteten Therapie erkrankter Zellen. Als visuelle Analysenmethode setzen wir die kon-
fokale Laserscanning-Mikroskopie ein, in dem Proteine und molekulare Effektoren mit Fluoreszenzfarbstoffen oder Fluoreszenzproteinen beladen (z.B. Texas-Red, GFP, DS-RED etc.), in eine Zelle eingebracht und in Echtzeit sicht-

bar gemacht werden können. Die Einbringung geschieht entweder in Form von Plasmiden durch das »Partide-Gun System«, Mikroinjektion, Lipotransfektion oder Elektroporation oder aber durch Mikroinjektion von farb- markierten Substanzen. Nach der genetischen Transformation, die in den vorgesehenen Laboratorien bis hin zur gentechnischen Sicherheitsstufe S2 erfolgen kann, werden dann die Zellen am konfokalen Laserscanning Mikroskop verfolgt. Durch die Verwendung einer Temperier- und CO2 Begasungszelle können Langzeit- beobachtungen realisiert werden. Unser Service erstreckt sich dabei nicht nur auf die eigentliche Mikroskopieanwendung, sondern auch auf die Transformation von Zellen. Durch die umfangreiche Ausstattung an verschiedensten Transformationsverfahren lassen sich auch schwer zu transformierende Zellen und Gewebe bearbeiten.
Bis Herbst 2006 ist der Ausbau hin zu einem Multiphotonensystem vorgesehen. Technologiebedingt erlaubt dieses System nicht nur die Beobachtung von oberflächlichen Zellen, sondern auch die Analyse von Zellen in Geweben.
Die Anregungsstrahlung, die weit in den Infrarotbereich verschoben ist, ermöglicht eine wesentlich größere Beobachtungs- und Eindringtiefe. Die für die Beobachtung unter Umständen notwendige UV-Strahlung entsteht bei der Multiphotonenmikroskopie aus der eingestrahlten IR-Strahlung in situ innerhalb der Fokusebene. Da das Material nicht vollständig mit UV- Licht bestrahlt wird, führt diese Technologie zu einer wesentlich geringeren Schädigung der zu beobachtenden
Zellen.




Proteinstrukturanalyse
Professur für Strukturanalytik von
Biopolymeren - Prof. Dr. Norbert Sträter
In der Technologieplattform Proteinstrukturanalyse werden die Raumstrukturen von Proteinen oder DNA mit der Methode der Röntgenkristallographie bestimmt. Die Bestimmung der Raumstruktur eines Proteins ist nicht nur für die biochemische Grundlagenforschung sondern insbesondere auch für die rationale Wirkstoffentwicklung von Interesse. Über die Raumstruktur eines pharmakologisch relevanten Proteins ist es möglich, neue Wirkstoffe als zukünftige Medikamente am Computer zu entwickeln. Andererseits können auch Proteine selber vermarktungsfähige Produkte darstellen, insbesondere als Arzneimittel oder als Katalysatoren in biotechnologischen Verfahren. Hier können die Eigenschaften der Proteine auf der Grundlage der Raumstruktur nicht nur verstanden, sondern auch gezielt  ver-
ändert werden (Protein Design). Ausgehend von einem hoch aufgereinigtem Protein werden zunächst geeignete Bedingungen für die Züchtung der Proteinkristalle gefunden. Dafür stehen leistungsfähige Pipettierroboter und die hauseigenen Screens mit ca. 1000 verschiedenen Bedingungen zur Verfügung. Im Röntgenlabor werden dann die Beugungsdaten eines Kristalls gesammelt, aus welchen die SD-Struktur des Proteins berechnet werden kann. Daraus wird die Raumstruktur bestimmt und ausgewertet. Wir bieten Kooperation beim Protein Design und der Wirkstoffentwicklung an.

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