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Am 18. und 19. Mai 2006 fand am BiotechnoIogisch - Biomedizinischen
Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig in der BIO CITY LEIPZIG der 5.
Biotechnologietag unter dem Thema »Vom Molekül zum Patienten - Neue
Schlüsseltechno logien in Diagnostik, Therapie und Therapiekontrolle«
statt. 300 Teilnehmer, 16 Vorträge und 180 Poster - der
Biotechnologietag hat sich seit der Premiere im Jahr 2002 zu einer
bedeutenden Veranstaltung des Wissenschaftsstandortes Mitteldeutschland
entwickelt. Erklärtes Ziel ist, eine Brücke zwischen
Grundlagenforschung, ange-wandter und integrativer Forschung auf dem
Gebiet der Nanotechnologie und Nanomedizin zu schlagen. Neben Forschern
der Universität Leipzig beteiligten sich Wissenschaftler der Technischen
Universität Dresden, der Martin-Luther-Universität Halle Witten-berg
sowie von außeruniversitären Instituten. Zahlreiche Firmen wurden durch
ihre Geschäftsführer repräsentiert. Veranstalter war das
Biotechnologisch Biomedizinische Zentrum (BBZ) erstmals gemeinsam mit
dem Sonderforschungsbereich »Protein- Zustände mit zellbiologischer und
medizinischer Relevanz«, dem Graduiertenkolleg »INTER- NEURO -
Interdisziplinäre Ansätze in den zellulären Neurowissenschaften« und
ConTecTo- Life - Connecting Technologies to Life (The Life Sciences
Cluster in Mitteldeutschland).
Mit den Biotechnologietagen bietet die Universität eine intensiv
genutzte Plattform für die Kommunikation zwischen Forschung und
Wirtschaft. Hierbei zeigt sich, dass mit der Konsolidierung in der
Biotechnologie-Branche in der Region Mitteldeutschland
die Spitzenergeb- |
nisse in unserer
Forschung auf neuen unternehmerischen Mut und Innovationsfreudigkeit
treffen. Mit ihrem Angebot wird die Universität Leipzig dem Ruf nach
international sichtbaren Clustern - wie die enge Vernetzung von
Wirtschaft und Wissenschaft heute neudeutsch heißt - gerecht.
Zuletzt auf den Biotechnologietagen des BMBF im April 2006 in Potsdam
besonders betont, braucht Deutschland starke Cluster, die, einen
wesentlichen Faktor der wirtschaftlichen Entwicklung von Regionen
bilden. In diesem Zusammenhang ist die Exzellenz- initiative des
Bundes und der Länder zu nennen, an der sich die Universität Leipzig
intensiv im Verbund mit den regionalen außeruniversitären
Forschungseinrichtungen beteiligt.
Dies ist in einem längerfristigen Prozess eingebettet, der unmittelbar
an die Restrukturierung und inhaltliche Erneuerung der Universität nach
1989/90 anschloss. Im Ergebnis der Diskussion formulierte die
Universität Leipzig im Jahr 2002 ihr Leitbild »Aus Tradition Grenzen
überschreiten«. Die Einrichtung interdisziplinärer Zentren, darunter das
Biotechnologisch - Biomedizinische Zentrum und das Interdisziplinäre
Zentrum für Bioinformatik, und die Einwerbung drittmittelfinanzierter
Forschungsverbünde haben wesentlich zu dem erreichten Stand der
Fokussierung auf sechs Profilbildende Forschungsbereiche beigetragen, in
denen jeweils verschiedene Fakultäten mit außeruniversitären
Forschungseinrichtungen
(mehr: http//www.uni-leipzig.de/profil) zusammenarbeiten:
• Von Mikro- zu Nanostrukturen
• Die exakten Wissenschaften
• Molekulare und zelluläre
Kommunikation, Wachstum und
Differenzierung
• Gehirn, Kognition und Sprache
• Studien zur Governance der
Gesellschaft
• Veränderte Umwelt und Krankheit
Die Profilbildenden Forschungsbereiche sind Keimzellen für
Forschungsverbünde wie Forschergruppen, Graduiertenkollegs,
Sonderforschungsbereiche. Aus ihnen haben sich vor allem, im Rahmen der
Beteiligung der Universität Leipzig an der Exzellenzinitiative des Bundes
und der Länder, die Antragsskizzen von Graduiertenschulen,
Exzellenzcluster und das Zukunftskonzept herausgebildet. In diesem
Zusammenhang ist insbesondere aber auch der im vergangenen Jahr
eingereichte Antrag für ein DFG-Forschungszentrum »Regenerative
Therapien« hervorzuheben. Auch wenn der Förderentscheid der DFG
letztlich zu- |
gunsten Dresdens ausfiel,
wurden die verbliebenen Anträge aus Berlin und Leipzig so gut bewertet,
dass die DFG angeboten hat, diese Konzeptionen als Anträge für
Exzellenzcluster entgegenzunehmen, in Leipzig als Exzellenzcluster »Molecules
and Cells in Tissue Regeneration«. Parallel hat das BMBF die Möglichkeit
eröffnet, auch einen der verbliebenen Anträge (Berlin, Leipzig) als »Translationszentrum
Regenerative Medizin« zu fördern. In Abhängigkeit von der Entscheidung
des BMBF und der sächsischen Landesregierung wird die Universität
Leipzig den Antrag bei der DFG in der zweiten Antragsrunde einreichen.
Das zentrale Entwicklungsziel der Universität im Bereich der Forschung
für die nächsten 5 bis 10 Jahre besteht in der ausgewogenen Entwicklung
der genannten sechs Profilbildenden Forschungsbereiche als Orte
wissenschaftlicher Exzellenz, der Entfaltung ihrer Integrationsfähigkeit
und ihrer strukturellen Einbeziehung in eine strategische Steuerung der
Universität.
Darüber hinaus befördern die derzeitigen Aktivitäten zur Stärkung der
Forschungs-schwerpunkte und zur Schaffung attraktiver
Promotionsmöglichkeiten die nationale und internationale Ausstrahlung
der Universität Leipzig weit über 2009 hinaus. Das Thema dieses
Transferbriefes »Life Science« wird an der Universität Leipzig durch das
im Rahmen der Biotechnologie Offensive des Freistaates Sachsen
etablierte Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum, dessen Sprecherin
Frau Professor Andrea Robitzki ist, gemeinsam mit den
naturwissenschaftlichen und medizinischen Fakultäten sowie weiteren
interdisziplinären Zentren umgesetzt. Mit dem Ziel, neue gemeinsame,
interdisziplinäre Forschungsansätze zu initiieren und neue
Forschungsvorhaben zu entwickeln aber auch die gemeinsame Bearbeitung
von Aufgabenstellungen mit Biotechnologie-Firmen zu befördern, sind als
Beitrag der Universität Leipzig in diesem Transferbrief zehn
Technologieplattformen kurz dargestellt, deren Mitnutzung die
Arbeitsgruppen des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums
Interessenten anbieten.

Prof. Dr. Martin Schlegel
Prorektorfür Forschung und
wissenschaftlichen Nachwuchs
der Universität Leipzig
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