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   Wirtschaft und Wissenschaft

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   Transferbrief Leipzig
Technologieplattformen im BBZ

Das Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum (BBZ) ist ein international kompetitives Zentrum an der Universität Leipzig. Es fördert die Forschung und Entwicklung als auch Studiengänge, Weiterbildungs- und Fortbildungs-angebote auf den Gebieten Protein- Engineering & Bioanalytics, Molecular Medicine & Therapeutics und Biomedical and Cell Engineering. Die Plattform-technologien und Methoden in den Bereichen Biotechnologie, Biomedizin und Nanotechnologie bieten Servic-eleistungen für wissenschaftliche Einrichtungen und die Industrie. Durch Expertisen und Kompetenzen werden Innovationen industriell ungesetzt.

Mit dem Fokus auf die rote Biotechnologie und unter dem Motto »Vom Molekül zum Patienten« entwickelt das BBZ Wirkstoffe, Proteine und andere Biomoleküle, Zellen als auch Gewebe als Instrumente und Produkte für breite biotechnologische und biomedizinische Anwendungen sowie neuartige analytische Methoden und präparative Verfahren. Sechs Professuren der Chemie, Biowissenschaften, Medizin und Veterinärmedizin arbeiten mit innovativen Biotechnologieunternehmen und vielen Start-ups in der BIO CITY LEIPZIG unter einem Dach. Gegenwärtig sind 37 Arbeitsgruppen der Lebenswissenschaften

Mitglied des BBZ in Leipzig.

Universität Leipzig
Biotechnologisch-Biomedizinisches Zentrum
Geschäftsführung Dr. Svenne Eichler Deutscher Platz 5, 04103 Leipzig
Telefon: (0341)97-31 300
Fax: (0341)97-31 309
e-mail: kontakt@bbz.uni-leipzig.de
Internet: www.bbz.uni-leipzig.de


Gefördert über das Hochschul-Wissenschaftsprogramm und den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen der Biotechnologie Offensive des Freistaates Sachsen


 

Bioreaktoren
Professur für Zelitechniken und angewandte Stammzellbiologie- Prof. Dr. Augustinus Bader

Aufgabe der Arbeitsgruppen Haut, Knorpel, Knochen und Herzklappen ist die Entwicklung und Charakterisierung diverser Bioreaktoren zur Herstellung von autologen (körpereigenen) Implantaten wie Knochen, Gefäßen, Herzklappen, Knorpel und Haut für den klinischen Ei´nsatz. Mit diesen Bioreaktoren verfügen wir über Instrumente der Zellkulturtechnik und Apparate, in denen die Zellkulturprozesse individualisiert ablaufen können. Wir bieten eine umfassende Zellkulturtechnik und einen Genexpressionsanalyse-Service an.Es können Genexpressionsanalysen von Maus, Ratte und Mensch in unserem Labor durchgeführt werden. Zusätzlich können wir prädiktive Analysen des Arzneimittelstoffwechsels in Leberzell- kulturen durchführen. Mit Hilfe des bei uns verfügbaren Spotters Omnigrid Accent der Firma GeneMachines werden auf Wunsch Genchips hergestellt, so dass selbstkonfigurierbare Mikroarrays für die Analysen verwendet werden können. Zusätzlich zur Arrayherstellung

und Probenverarbeitung bieten wir bei Bedarf Datenanalyse und Daten-interpretation an. Auf dem Gebiet der Zellkultur wurden Methoden zur Isolation primärer Zelltypen verschiedener Spezies und das Verfahren zur Immortalisierung primärer Zellen etabliert.

Transgenese
Professur für Molekulare Pathogenese -
Prof. Dr. Manfred Blessing

Das Genom des Menschen und das Genom der Maus zeigt unerwartet hohe Übereinstimmungen. Somit eignet sich die Maus gut als Modellorganismus zur Analyse der Genfunktion, der Genregulation und zur Erstellung von Krankheitsmodellen. Darüberhinaus existiert für die Maus eine breite Palette an Techniken, die eine gezielte genetische Veränderung erlauben. Es gibt zwei grundlegend verschiedene Verfahren zur gezielten Genveränderung.

Vorkerninjektion.
Bei der Vorkerninjektion wird eine fremde DNA (Transgen) durch Mikroinjektion in einen der beiden Vorkerne einer besamten Eizelle der Maus verbracht. Die behandelte Eizelle wird dann einer Leihmutter implantiert, die den Embryo austrägt. Etwa 30% der Embryonen haben die fremde DNA stabil in eines ihrer Chromosomen integriert und geben diese damit auch an ihre Nachkommen weiter. Dies erlaubt die Etablierung einer so genannte transgenen Mauslinie.  Dieses Verfahren ist relativ schnell, erlaubt jedoch keine Kontrolle über den Integrationsort oder die Kopienzahl des Transgens.

Gene Targeting
Beim »Gene Targeting« geht man von embryonalen Stammzellkulturen der Maus aus, in die eine fremde DNA (Transgen) eingebracht wird und im Genom einzelner Zellen integriert wird. Zur Kontrolle des Integrationsortes können dem Transgen Sequenzen mitgegeben werden, die der Sequenz des Zielortes auf einem Chro- mosom entsprechen. Damit kommt es bei einem Teil der veränderten Stammzellen zu einem gezielten Einbau des Transgens an einem definierten Genort und somit zur gezielten Veränderung des an diesem Genort lokalisierten Gens der Stammzelle. Nach Identifizierung dieser Stammzellen werden diese in frühe Embryonen (Blastocysten) transferiert, die dann ebenfalls von einer Leihmutter
 

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