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ausgetragen
werden. Über anschließende Zuchtverfahren lassen sich Tiere
gewinnen, die anstelle der Wildtypallele am betroffenen Genort
nur das eingebrachte Transgen tragen. Prinzipiell können über
dieses Verfahren alle denkbaren Mutationen einschließ-lich
Deletion, partielle Deletion und Punktmutation in das Mausgenom
eingeführt werden. Zusätzlich lassen sich die Techniken der
Vorkerninjektion und des »Gene Targeting« mit
molekulargenetischen Techniken kombi-nieren, die induzierbare
Veränderungen erlauben. Somit besteht die Möglichkeit, eine
gezielte Mutation durch einen exogenen Reiz auszulösen. Die
Technologieplattform Transgenese bietet Beratung zum Design des
Transgens, Beratung und Zuarbeit der technischen Details für die
Antragstellung »Tierversuchsvorhaben« und Durchführung der
Vorkerninjektion oder Blastocysteninjektion und Transfer in
Leihmutter an.
Massenspektrometrie und
Proteomics
Professur für Bioanalytik - Prof. Dr. Ralf Hoffmann
Angeboten werden sowohl
massen-spektrometrische Analysen niedermole-kularer anorganischer
und organischer Verbindungen als auch von Biopoly-meren in
Kombination mit chromato-graphischen,
kapillarelektrophoretischen
und gelelektrophoretischen Trenn-methoden. Im Bereich der
Bioanalytik werden routinemäßig chromato-graphische
Trenntechniken on- und off-line mit den Massenspektrometern
gekoppelt, um eine schnelle und sensitive Analytik zu
ermöglichen. Die apparative Ausstattung umfasst HPLC Anlagen,
Elektrophorese-Apparaturen, Kapillarelektrophorese und diverse
Massenspektrometer (QqTOF-, TOF/TOF-, FT-ICR-, lonTrap- und
Sektorfeld-MS) mit unterschiedlichen
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lonisierungstechniken (ESI-, MALDI-,
FAB-, El- und CI-Quellen). Dabei können sowohl Analysen
einzelner Proben als auch komplexere Themen bis hin zu
umfangreichen Proteomstudien bearbeitet werden. Über
besondere Expertise verfügen die Arbeitsgruppen auf dem Gebiet
der Protein-, Peptid-, und Aminosäure-analytik. Die aktuellen
Forschungs-projekte befassen sich mit der Alzheimer-Krankheit,
Antibakteriellen Peptiden, der Protein Alterung und
Lumineszenzfarbstoffen. Ein Schwerpunkt ist die Identifizierung
krankheitsrelevanter Proteinmodifi-kationen, beispielsweise
Phosphor-ylierung, Glykoxidation, Glykosylierung, Methylierung
und Hydroxylierung. Dabei werden die notwendigen analytischen
Methoden teilweise selbst erarbeitet oder auf die Fragestellung
hin optimiert. Ergänzend zur Analytik werden modifizierte
Peptide synthetisiert, um die Analytik zu verifizieren,
Antikörper zu produzieren oder diagnostisch und therapeutisch
interessante Peptidstrukturen zu entwickeln.
Isotopenlabor (im Aufbau)
Professur für Molekulare Pathogenese -
Prof. Dr. Manfred Blessing
Radioaktive Isotopen werden als Tracer in der biotechnologisch
biomedi-zinischen Forschung eingesetzt. Sie erlauben den
Nachweis und die Verfolgung definierter Moleküle. Zukünftig
sollen u.a. die nachfolgend aufgeführten Verfahren durchgeführt
werden können:
Proliferationsassay mit 3H-Thymidin
Durch Messung des Einbausradioaktiven Thymidins in Zellen lassen
sich Rückschlüsse auf die DNA-Synthese und damit auf die
Zellteilung ziehen.
Chromrelease Test mit 51Cr- Natriumchromat
Durch Messung der Freisetzung von radioaktivem Chrom aus Zellen
lassen sich Rückschlüsse auf die Killerfunktionen von
Immunzellen ziehen.
Electrophoretic Mobility Shift Assay 33P-
Nukleotidtriphosphat
Mit radioaktivem Phosphor markierte Nukleinsäuren komplexieren
mit Trans-kriptionsfaktoren aus Zellkernextrakten und verändern
damit ihre Mobilität in der Gelelektrophorese. Somit lassen sich
über dieses Verfahren die Aktivitäten einzelner
Transkriptionsfaktoren bestimmen. |

Northern/Southern Blot Analyse
32p-Nukleotidtriphosphat
Über diese Verfahren lassen sich die Expression bzw. die
Struktur von Genloci ermitteln. U.a. können mit diesen Techniken
transgene Tiere identifiziert und charakterisiert werden.
In vivo Markierung von Zellen
mit 35S-Methionin/Cystein
Über dieses Verfahren lassen sich Proteine in lebenden Zellen
metabolisch durch Einbau radioaktiven Methionins markieren, um
beispielsweise deren Halbwertszeit oder Wanderung in
Zellkompartimenten zu bestimmen.
ELISA mit 125l-Streptavidin
Hierbei lassen sich definierte Proteine mit sehr hoher
Sensitivität nachweisen. |
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Zell- und Gewebebasierte
Biosensorik
Professur für Molekularbiologisch-
biochemiscche Prozesstechnik -
Prof. Dr. Andrea A. Robitzki
Mit dem Ziel Krankheiten früher zu erkennen, ihren molekularen
Ursprung zu identifizieren, eine individualisierte Therapie
sowie eine minimal-invasive, hochauflösende Therapiekontrolle
(Echtzeit- und Online Monitoring) zu ermöglichen, steht die
Technologie-plattform bereit, um Liganden
Rezeptor-Wechselwirkungen, die Rolle von Proteinen in
Signaltransduktionswegen, die Aktivität von Enzymen, den
Einfluss von Wirkstoffen etc. hinsichtlich physiologischer,
morphologischer und molekularer Veränderungen in vitalen Zell-
und 3D in vitro Gewebemodellen zu untersuchen.
Es stehen derzeit Tumor-Biosensoren und
Herzmuskel-Multimikroelektrodenarrays für das funktionelle
Wirkstoff-Screening in Echtzeit an vitalen biologischen Systemen
zur Verfügung. Wirkstofftestung, Protein- und
Zellcharakterisierung als Service können angeboten werden. |