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Die Entwicklung neuer Produkte, die dank
Innovationen und Einsatz von Spitzen-technologie eine hohe Wertschöpfung
aufweisen, sind entscheidende Voraus-setzungen für einen erfolgreichen
Wettbewerb der Unternehmen auf den nationalen und internationalen
Märkten. Dies gilt besonders auch für die aufstrebende mitteldeutsche
Region. In der sich gegenwärtig vollziehenden Neu-strukturierung der
sächsischen Wirtschaft leistet die Hochschule für Technik, Wirtschaft
und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) mit der Bearbeitung
praxis-orientierter Forschungsthemen einen Beitrag zur Entwicklung und
Förderung von Spitzentechnologien, vorzugsweise in Zusammenarbeit mit in
der Region ansäs-sigen kleinen und mittleren Unternehmen. Wenn damit
insgesamt die Lehr- und Forschungsbedingungen praxisnah ver-bessert
werden, wenn junge Wissen-schaftler Aufgaben und Arbeitsplätze erhalten
und schließlich als Neugründer von Unternehmen einen Beitrag zum
Wirtschaftsaufbau leisten, gewinnen beide Seiten, die Wirtschaft wie die
Wissenschaft. Wirtschafts- und Wissen-schaftspolitik sind somit
gleichrangige Bestandteile einer modernen Infrastruktur-politik. Eine an
den Zukunftsbedürfnissen ausgerichtete Wirtschaftspolitik wird nur
erfolgreich sein können, wenn sie auf den Auf- und Ausbau von
leistungsfähigen Hochschulen und Forschungseinrichtun-gen gestützt wird.
Auch im Freistaat Sachsen wächst die Zahl der Unter-nehmen, die in
Kooperationen mit den |
Hochschulen Produkte der
Spitzentechno-logien entwickeln, Märkte erschließen und so neue
zukunftsträchtige Arbeitsplätze schaffen. Dies ist ein entscheidender
Beitrag dafür, dass Talente nicht abwandern und Spitzenkräfte auch aus
dem Ausland hinzukommen können. Deshalb kommt es darauf an, den
eingeleiteten Strukturwandel hin zur Umsetzung von Innovationen in
Spitzentechnologien und in wissensinten-siven Dienstleistungen
konsequent fortzu-setzen. Forschung und technologische Entwicklung sind
Grundlagen der Inno-vation. Diese ist keineswegs nur ein
wirtschaftlicher Mechanismus oder ein technischer Prozess. Sie ist vor
allem auch ein soziales Phänomen, denn Innovationen entstehen durch
Menschen -durch ihre Kreativität, ihre Kompetenz, ihre Motivation und
ihren Mut, Wagnisse einzugehen. In wissensbasierten Volks-wirtschaften
sind daher jene Regionen besonders erfolgreich, in denen es gelungen
ist, die Produktion von Wissen, seine möglichst weite Verbreitung und
die Fähigkeit der verschiedenen Akteure (Einzelpersonen, Unternehmen
oder Orga-nisationen) zur Aufnahme dieses Wissens effektiv miteinander
zu verbinden. Die Wechselwirkungen zwischen Innovation, Wachstum und
Beschäftigung sind kennzeichnend für leistungsstarke Regio-nen.
Ansehen und Zukunft des Wirtschafts-standortes Sachsen werden daher auch
entscheidend von Umfang und Inhalt eigenständiger Forschung und
Entwick-lung innerhalb des Freistaates bestimmt. Die Orientierung auf
technologische Schlüsselgebiete soll dabei nicht nur Impulse für die
Entstehung neuer, zukunftsfähiger Arbeitsplätze im High-Tech-Bereich
geben, sondern auch die Konkurrenzfähigkeit der in Sachsen traditionell
beheimateten Branchen stärken. Dafür bedarf es gleichermaßen der
Grundlagenforschung, der ange-wandten Forschung und der
Industrief-orschung. Gemeinsam bilden sie den Forschungs- und
Technologiestandort Sachsen.
Die HTWK Leipzig ist in zahlreichen und thematisch breitgefächerten
Forschungs und Entwicklungsvorhaben engagiert: Problemstellungen der
Automatisierungs-technik, der Medientechnik, der Maschi-nenbauInformatik,
des Umwelt-schutzes,
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der Umweltsanierung, der Telekooperation in der
Druckindustrie, des Electronic Busi-ness so wie der Sozialen Arbeit werden ebenso behandelt
wie spezielle Frage-stellungen kleinerer und mittlerer Unter-nehmen
beispielsweise im Marketing-bereich oder auch Analysen von
Mensch-Umwelt-Beziehungen. Beachtlich sind die technischen
Transferleistungen, von denen exemplarisch die experimentelle
Trag-sicherheitsbewertung von Bauwerken genannt sei. Die Forschungsund
Entwick-lungsarbeiten unserer Hochschule zu Baudenkmalpflege und
Restaurierung stellen eine einzigartige Verbindung von Kultur und
innovativer Bautechnologie dar.
Die inhaltliche Anpassung der Forschungs und Entwicklungsschwerpunkte
der HTWK Leipzig orientiert sich auch zukünftig an den im Wandel
befindlichen Bedürfnissen der Region. Unsere Vision von
anwen-dungsorientierter Hochschulforschung und Innovationsstärke des
regionalen Umfeldes besteht in kontinuierlicher gegenseitiger
Interaktion aller beteiligten Partner. Nur in einer solchen Atmosphäre
entwickelt sich das, was gute Wissenschaft im Kern ausmacht:
Kreativität. Deshalb kommt es darauf an, den eingeleiteten
Strukturwandel hin zur Spitzentechnologie und zu wissensintensiven
Dienstleistungen konse-quent fortzusetzen.
Prof. Dr. Manfred Nietner
Rektor der Hochschule für Technik,
Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH)
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