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Auftragsforschung im Bauwesen
Auf diesem wichtigen Feld
anwendungs-orientierter Forschung konnte die HTWK Leipzig ihre
Erfolgsbilanz in den letzten Jahren zielstrebig ausbauen und
erreichte 1999 den zweiten Platz und 2002 die Spitzenposition aller
beteiligten deut-schen Fachhochschulen. Dieser Erfolg ist nicht
zufällig. Seit Mitte der neunziger Jahre unternimmt die HTWK Leipzig
u. a. mit der Einrichtung einer Transferstelle große Anstrengungen,
ihr FuE-Potenzial gezielt für die wirtschaftliche Entwicklung der
Region und des Freistaates Sach- |
sens einzusetzen. Der
Anerkennung und Honorierung der FuE-Arbeiten der HTWK Leipzig auf
Bundesebene entsprechen auch die Ergebnisse des
Hochschul-vergleiches zur europäischen For-schungsförderung. In
einer »Auswertung zur Beteiligung deutscher Fachhoch-schulen an den
FuE-Programmen der Europäischen Union« findet sich die HTWK Leipzig
in hervorragender Position: fünfter Platz nach den Fachhochschulen
Hamburg, Aachen, Bremerhaven und Reutlingen. Durch die nachgewiesene
Leistungsfähigkeit und Verwertungsrele-vanz ihrer
anwendungs-orientierten Forschung hält die HTWK Leipzig auch hier
die Spitze in den neuen Bundes-ländern. Die Auswirkungen für die
Schaf-fung neuer innovativer Arbeitsplätze in der Region sind ebenso
erfreulich. Und en passant tragen die durch die EU-Förderung
geknüpften Kooperationsbezie-hungen auf europäischer Ebene in nicht
unbedeutender Weise zur Imagepflege des Standortes Leipzig bei.
Engagierter FuE-Transfer
Wissen hat die hervorragende Eigen-schaft, sich durch seine
Weitergabe nicht zu verringern, sondern zu vermehren. Dem haben wir
es wesentlich zu verdan-ken, dass Wissenschaft und Technik mit dem
heutigen Fortschritt auf dem Gebiet der Kommunikation und
Information zur entscheidenden Quellefür Wettbewerbs- |
fähigkeit und
Wohlstand geworden sind. Das Problem, Wissen vom Punkt seiner
Entstehung an den Ort seiner Nutzung zu transferieren, und das in
der richtigen Geschwindigkeit und mit optimaler Streuung, ist noch
nicht in jedem Fall gelöst. Über den Wissenstransfer von der
Entstehung zur Anwendung gibt es auch manches Missverständnis. Dazu
gehört die Vorstellung, ungenutzte Forschungs-ergebnisse bildeten
gleichsam eine Halde, die man nur abzutragen h abe. Das
Zusammentreffen, die Konfrontation von Wissenschaft und Praxis
eröffnet nicht nur neue Anwendungsfelder, sondern gibt oft auch neue
Impulse für die Forschung selbst. Das Engagement der HTWK Leipzig
für eine wirtschaftsnahe Forschung soll die Entwicklung innovativer
Produkte und neuer Technologien unterstützen und Einfluss nehmen auf
die Stärkung der Konkurrenzfähigkeit in Sachsen traditionell
beheimateter Branchen. Dabei darf man den vielschichtigen Begriff
Innovation nicht oberflächlich und verallgemeinernd verwen-den.
Natürlich sind patentfähige Innovatio-nen und deren Vermarktung
sowie die Etablierung von Spitzentechnologien für jede
Volkswirtschaft von existentieller Wichtigkeit. Jedoch von
gleichgroßer Bedeutung bei der Neuorientierung und weiteren
Festigung der sächsischen Wirtschaft sind die statistisch kaum
erfassbaren Innovationen der täglichen Leistungserbringung. Erst die
vielen Entwicklungen und Einzelmaßnahmen vor Ort in der ständigen
Fragestellung, wie Verfahren, Erzeugnisse oder Dienstleis-tungen so
optimiert werden müssen, dass sie sich erfolgreich auf dem Markt
behaupten können, sichern und schaffen Arbeitsplätze. Die direkte
partnerschaft-liche Verzahnung der HTWK Leipzig über ihren
Lehrkörper mit der Wirtschaft der Region, eine vertrauensvolle
Zusammen-arbeit mit allen wirtschaftsfördernden Einrichtungen sind
dabei wichtige Voraus-setzungen für eine erfolgreiche Gestaltung der
Gegenwart und Zukunft.
Marcel M.. Bethin
HTWK Leipzig
FuE- Transferstelle
Telefon: (03 41) 30 76 63 68
Telefax: (03 41) 30 76 64 11
e-mail: bethin@r.htwk-leipzig.de
www.htwk-leipzig.de |