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Unter diesem
Motto betreibt der Förder-verein für Handwerk und Denkmalpflege
e.V. Schloss Trebsen seit 1996 ein Projekt, welches aus einer
gemein-schaftlichen Initiative des Landesamtes für Denkmalpflege
Sachsen, der Hand- werkskammer zu Leipzig und der Bundesagentur
für Arbeit entstand und sich der schonenden Bergung,
Aufberei-tung und Wiederverwendung historischer Baustoffe und
Bauteile widmet.
In der »Alten Papierfabrik« in Trebsen (Muldentalkreis) ist
inzwischen daraus eines der größten Bergezentren dieser Art in
Deutschland entstanden. Vom Dachziegel über Deckenbalken und
Par- kettstäbe bis hin zu Kachelöfen und schmiedeeiserner
Toranlagen harren in den alten Werkstätten und Lagern der Fabrik
Kostbarkeiten auf ihre Wieder-verwendung. Neben einen Bestand
von z. Z. über 3000 Zimmer- und Haustüren, gibt es auch einen
reichhaltigen Fundus an Tür- und Fensterschlössern und
Beschlägen, welche bereits rege von Bauherren und Handwerkern
nachgefragt werden. Natursteinarten, die heute nicht mehr aus
Steinbrüchen verfügbar sind, gehören ebenso zum Sortiment wie,
Stuckelemente neobarocker Ausstattun-gen von Stadtvillen. Das
gewaltige Spektrum historischer Baustoffe stellt damit eine
wahre Fundgrube für Denkmalpfleger, Architekten und Inge-nieure,
Restauratoren und Handwerker und natürlich für anspruchsvolle
Bau-herren dar. Das Bergezentrum für historische Baustoffe
Trebsen leistet gemeinsam mit seinen Nutzern einen nicht
unbedeutenden Beitrag zur Bewahrung von Kulturgütern, zur
Schonung unserer Rohstoffressourcen und Reduzierung des
Abfallvolumens. Bauteile, die über Jahrzehnte oder Jahrhunderte
ihre Qualitätseigenschaften |
Lagerung historischer Türen

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unter Beweis
gestellt haben, können dies in der Regel auch für zukünftige
Genera-tionen leisten. Die Spuren des Gebrauchs oder der Charme
des Alterns stellen dabei keine negative Beeinträchtigung dar,
sondern sind eher ein Stück anschau-licher Geschichte.
Neben der kommerziellen Nutzung alter Baumaterialien durch den
Verkauf dersel-ben entstand vor wenigen Jahren eine Sammlung von
Bauteilen und Baustoffen, die im so genannten »Sächsischen
Bauteilachiv« nicht mehr den Käufern zur Verfügung steht,
sondern museale Zwecke verfolgt. Von jedem Bauteil oder
Bauteilgruppe sollen hier 2 Exemplare gelagert werden, die u.a.
deren hand-werkliche oder industriellen sowie künstle-rischen
Entwicklung und Gestaltung dokumentieren können. In
Schaumaga-zinen erfolgt bereits jetzt eine beschei-dene
Präsentation von Türen und Fenstern sowie Beschlagteilen.
Durch das Bildungszentrum des Vereins werden hier zukünftige
»Restauratoren im Handwerk« im Rahmen ihrer praktischen
Ausbildung an Originalobjekten unter-wiesen. Neben der Thematik
alter Baustoffe engagiert sich der Förderverein, gemeinsam mit
dem Umwelt und Transfe-rzentrum der HWK zu Leipzig in den
Bereichen des umweltgerechten Bauens. Als ein Ergebnis dieser
Bemühungen ist das Projekt »Hanf Leichtlehmstein« zu werten.
Im Manufakturbetrieb werden hier Steine produziert, die ihren
Einsatz bei der Altbausanierung, aber auch inzwischen verstärkt
im Neubau von Wohnhäusern finden. Gutes Feuchteverhalten
kombiniert mit hervorragenden Wärmedämmeigen-schaften sind die
Hauptkriterien für diesen innovativen Baustoff.
Zu dem Leistungsangebot gehören darü-ber hinaus die
für die Steinverarbeitung |
Lehmsteinproduktion:
Manufakturbetrieb für Hanf-Lehmsteine
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Trebsener Putzfibel
sinnvollen Mörtel und Putze, aber auch
Sonderbaustoffe. Eine kleine Erfolgs-geschichte sind inzwischen auch
die in Trebsen hergestellten Sumpfkalke gewor-den.
Für den Anstrich von Fassaden und Innenräumen oder als Bindemittel
stehen die aus thüringischen Branntkalken gelöschten Sumpfkalken
nicht nur dem Fachmann sondern auch, da relativ einfach zu
verarbeiten, dem »Selbst-bauer« mittels der Putzfibel zur Verfügung.
Der Besuch im Bergezentrum für historische Baustoffe Trebsen und
natürlich auch eine Visite im Schloss stellen für potenzielle
Bauherren durchaus eine sinnvolle Wissensbereicherung dar. Sie sind
herzlich eingeladen.
Bielefeld
Geschäftsführer
Förderverein für Handwerk und
Denkmalpflege e. V. - Schloß Trebsen
Thomas-Müntzer-Casse 2,
04687 Trebsen
Telefon: (034383)92310
Fax: (034383)92350
e-mail: info@schloss-trebsen. de
Internet www.schloss-trebsen.de |