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   Wirtschaft und Wissenschaft

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   Transferbrief Leipzig
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Geleitwort

Die Schonung natürlicher Ressourcen im Zusammenhang mit dem Schutz der Umwelt ist eine der elementaren Verpflichtungen unserer Gesellschaft zur Sicherung der Lebensgrundlagen jetziger und künftiger Generationen. Nachhal-tiges Wirtschaften ist daher eine Herausforderung, die alle Menschen betrifft und von allen umgesetzt werden muss. Nachhaltigkeit ist ein Leitbild für zukunftsfähiges Wirtschaften und unter-nehmerisches Handeln.

Ressourcenschonung hat allerdings auch eine immer stärkere wirtschaftliche Komponente - die derzeitige Verknap-pung natürlicher Ressourcen und der damit einhergehende Preisanstieg auf den Rohstoffmärkten zwingt Unter-nehmen und Volkswirtschaften, Lösun-gen zu suchen, um einen möglichst hohen Nutzungsgrad eingesetzter Produktionsfaktoren zu erreichen. Damit erhält der effiziente Umgang mit den Ressourcen für die Unternehmen eine
Kostendimension, die eine Umstellung bisher verfolgter Strategien zur Folge haben muss.

Wenn alle Strategien des Abfall- bzw. Reststoffvermeidungsgebotes ausge-schöpft sind, dann schließt sich un-mittelbar die Möglichkeiten des Recyc-ling an. Es gilt gezielt zu prüfen, wie entstehende Abfälle und Reststoffe wieder in den Produktionskreislauf einfließen können, um eine maximale Ausnutzung der eingesetzten Ressour-cen zu erzielen.

Die Rückführung von gebrauchten Mate-rialien in den Stoffkreislauf zum Zweck der Ressourcenschonung, des Vere-delns und stofflichen Verwertens stellt somit die Einhaltung des Prinzips des wirtschaftlichen Umgangs mit Ressour-cen, also des nachhaltigen Wirtschaf-tens dar.

Die Bundesrepublik Deutschland verfügt mit der Gesetzgebung im Umweltbereich über sehr hohe Standards, die von den Unternehmen erfüllt werden müssen. Die hierbei festgelegte Produktverantwortung impliziert aber auch Möglichkeiten, sich mit kreislaufgerechten Produkten und Verfahren, wirksame Marktvorteile zu verschaffen. Dabei ist die erhöhte Lebensdauer, Wiederverwendbarkeit und die Demontagefreundlichkeit der Pro-dukte von besonderer Bedeutung.

Die nachhaltige Nutzung immer knapper werdender Ressourcen ist nur möglich,

wenn die Stoffflüsse und -Umsätze ent-sprechend reduziert werden.
Ziel der Produktverantwortung ist die Integration abfallwirtschaftlicher Gesichts-punkte in die Wirtschaftspolitik.

Im gesamten Handwerk spielt Recycling beginnend von der Sammlung bis zur Wiederverwertung eine große Rolle. Der Wirtschaftsbereich Handwerk ist aktiv an der Ressourcenschonung mit den ver-schiedensten Aktivitäten beteiligt. Mit Produkten von hoher Qualität, langer Lebensdauer und der umweltfreundlichen Reparatur wird zum Schutz der Umwelt beigetragen.

Im Rahmen der Abfallvermeidung betrifft dies den gesamten Reparatur- und Servicebereich z.B. im Elektro- und Schuhmacherhandwerk, im Kfz-Bereich bei der Verwertung der Autos und ihrer Bestandteile. Auch im Baubereich bestehen für die Handwerksbetriebe vielfältige Möglichkeiten zum Recycling. Dies zeigt das Beispiel des in diesem Transferbrief vorgestellten Handwerksbe-triebes. Eine der schönsten und vollendetsten Formen von Recycling stellt die Denkmalpflege und die Nutzung gebrauchter Baumaterialien dar. Beredtes Beispiel dafür ist das Bergelager des Fördervereins für Handwerk und Denkmal pflege Schloss Trebsen.
 

Joachim Dirschka
Präsident

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